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Conny Scheurer
0621-5203-410

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16. Mai 2014

Mineiraço

Chinesisch
米内罗惨案 Mǐnèiluó Cǎn'àn (Mineirão + Massaker)

Japanisch
ミネイラッソの悲劇 Mineirasso no higeki (Mineirão + Genitiv + Trauerspiel)

Portugiesisch
Mineiraço

Folha de S. Paulo: „Historische Schmach. Mineiraço. Brasilien wird erneut beim Versuch erniedrigt, eine WM zu Hause zu gewinnen.

Le Figaro: „Brasilien beweint seinen Fußball. 1950 hat das Land Maracanaço erlebt. In Zukunft gibt es mit dem Mineiraço Schlimmeres."

The Sun: „Entzwei gerissen in 179 Sekunden. Es war wie bei einer Party, bei der plötzlich die Musik aufhört, das Licht angeht und die Polizei durch die Tür stürmt."

El País: „Deutschland vernichtet Brasilien. Die unvergessene Niederlage der Brasilianer bei der WM 1950 im Maracaná-Stadion gegen Uruguay war ein Witz im Vergleich zum 1:7."

200 Millionen Brasilianer erlebten ihr „Mineiraço” – den „Schock vom Mineirão” in Anspielung auf das Stadion in Belo Horizonte, der Hauptstadt des Bundesstaates Minas Gerais.

Mineiraço

Die Namensgebung „Mineiraço“, erinnert an das Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1950 zwischen Brasilien und Uruguay, das „Maracanaço“ genannt wird. Das Estádio Governador Magalhães Pinto, kurz Mineirão (ミネイロン Mineron bzw. 米内罗 Mǐnèiluó) genannt, ist nach dem früheren Gouverneur José de Magalhâos Pinto benannt.

Maracanaço

Maracanaço, „Schock von Maracanã“, ist die Bezeichnung für das Entscheidungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1950 zwischen Brasilien und Uruguay, das Brasilien im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro 1:2 verlor.

Das Spiel war mit 203.849 Zuschauern das Fußballspiel mit der höchsten Zuschauerzahl in der Geschichte des Fußballs und galt bis gestern als Tiefpunkt des brasilianischen Fußballs.
Noch Stunden nach dem entscheidenden verlorenen Spiel gegen Uruguay saßen Zehntausende Menschen stumm im Stadion. Als die Reinigungskräfte das Stadion betraten, entdeckten sie vier Leichen. Drei waren einem Herzinfarkt erlegen, ein Weiterer hatte sich von der Tribüne gestürzt.

Eine Folge des Spiels war, dass die brasilianische Fußballnationalmannschaft nie mehr in weißen Trikots spielte. Danach wurde sie durch blau-gelb ersetzt.
Stürmer Zizinho stellte immer bei Beginn einer Weltmeisterschaft sein Telefon ab, um nicht wegen des Spiels von 1950 befragt zu werden.

Am schlimmsten traf es Torwart Barbosa, der für die Niederlage verantwortlich gemacht wurde. Die Leute standen auf und gingen, wenn Barbosa eine Bar betrat. Kurz vor seinem Tod gab er 2000 ein Interview, in dem er sagte: „Die höchste Strafe in Brasilien sind 30 Jahre Haft. Aber ich büße nun schon 50 Jahre für etwas, das ich nicht einmal begangen habe.

Der Kapitän der uruguayischen Mannschaft von 1950 sagte später einmal: „Wenn ich dieses Finale noch einmal spielen müsste, würde ich absichtlich ein Eigentor erzielen. Am Abend des Titelgewinns waren wir noch in einer Bar, tranken ein paar Bier und beobachteten die Leute. Alle weinten, weil sie den größten Karneval aller Zeiten vorbereitet hatten und wir hatten ihn ihnen vermiest. Ich fühlte mich sehr schlecht angesichts dieser Traurigkeit.

Die Uruguayer, im Bewusstsein darüber, welches Leid sie den Brasilianern zugefügt hatten, sparten sich den großen Jubel für die Umkleidekabine auf. Sie ließen sich dann aber zwei Tage später umso frenetischer bei ihrer Ankunft in Montevideo feiern. FIFA-Präsident Jules Rimet hatte seine Glückwunschrede schon vorbereitet. Gerichtet an die Brasilianer und auf Portugiesisch. „Alles war vorgesehen, außer ein Sieg von Uruguay“, schrieb Rimet.

Den Gastgebern hätte ein Unentschieden gereicht, aber 200.000 Zuschauer forderten ein Schützenfest. Spät ging Brasilien zu Beginn der zweiten Halbzeit in Führung. In der 66. Minute glich Uruguay aus. Elf Minuten vor Schluss überwand der Uruguayer Ghiggia den brasilianischen Keeper Barbosa mit einem Schuss ins kurze Eck zum 1:2-Endstand.
Es war „das tosendste Schweigen in der Geschichte des Fußballs", schrieb der uruguayische Schriftsteller Eduardo Galeano. Siegtorschütze Ghiggia pflegt später zu sagen: „Lediglich drei Menschen haben das Maracanã zum Schweigen gebracht: Der Papst, Frank Sinatra und ich.

Chinesisch
马拉卡纳之痛 Mǎlākǎnà zhī tòng (Maracana + Genitiv + Schmerz)

Japanisch
マラカナンの悲劇 Marakanan no higeki (Maracana+ Genitiv + Trauerspiel, Tragödie)

Portugiesisch
Maracanaço

Spanisch
Maracanazo

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