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16. Mai 2014

Liu Xiaobo-Plaza

Chinesisch
刘晓波广场 Liú Xiǎobō Guǎngchǎng (Familienname Liu + Dämmerung + Welle + weit + Platz)

„Es war kurz vor dem 25. Jahrestag des Tiananmen-Massakers [六四事件  liùsì shìjiàn], als die Anwälte ihre Initiative starteten. Ein Straßenabschnitt in Washington  [华盛顿 Huáshèngdùn] soll unbenannt werden, an dem sich die chinesische Botschaft befindet. Der von der Initiative gewünschte Namensgeber für den Platz: Nobelpreisträger Liú Xiǎobō [刘晓波].

Dass in China der Gedanke, in der Adresszeile der eigenen Botschaft den Namen eines Dissidenten führen zu müssen, für wenig Begeisterung sorgen würde, dürfte allen Beteiligten klar gewesen sein. Der Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist Liú Xiǎobō wurde 2009 zu elf Jahren Haft verurteilt, weil er sich an einem Manifest für Bürgerrechte [Charta 08; 零八宪章 Língbā Xiànzhāng] beteiligt hatte. Im Jahr darauf erhielt er den Friedensnobelpreis, gegen den wütenden Protest aus Peking. …

Das chinesische Außenministerium bezeichnete den Vorgang als ‚reine Posse‘. Manche Leute in den USA würden ‚die sogenannten Menschenrechte und den Fall von Liú Xiǎobō zu bedeutungsloser Effekthascherei‘ ausnutzen. Laut einem Bericht der ‚Washington Post‘ empören sich manche Chinesen im Internet. Ihre Vorschläge, wie im Gegenzug die Straße vor der US-Botschaft genannt werden sollte, reichen demnach von ‚Snowden Street‘ [斯诺登街 Sīnuòdēng Jiē] über ‚Osama Bin Laden Road‘ [本・拉登路 Běn Lādēng Lù] bis ‚Lewinsky‘ [莱温斯基 Láiwēnsījī]".
(Spiegel-Online vom 28. Juni 2014: Posse um Chinas Botschaft in Washington - Entrüstung an der Liu Xiaobo Plaza)

Die USA schuf bereits einen Präzedenzfall, als sie einen Teil der Straße vor der damaligen sowjetischen Botschaft in Andrej-Sacharow-Platz nannten. Ähnlich verfuhren die Chinesen in den 1960er Jahren als sie einen Teil der Straße vor der sowjetischen Botschaft in Peking in Antirevisionismus-Straße (反修路 Fǎnxiū Lù) umbenannten. Kindisch waren beide Aktionen.

 

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