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16. Mai 2014

Zuwanderung

3. Juni 2014

Japanisch
移住 ijū (den Ort wechseln + Wohnung)

Chinesisch
外来的移民 wàilái de yímín (draußen + gekommene + Ort wechseln + Volk, Bürger)


„In den beiden größten asiatischen Volkswirtschaften China und Japan wird die Zahl der erwerbstätigen Menschen bis Ende dieses Jahrzehnts spürbar zurückgehen. Die Zahl der Chinesen im erwerbsfähigen Alter ist bereits 2012 erstmals geschrumpft. Den Rivalen Japan trifft der demographische Wandel schon jetzt mit Wucht. Zehntausende Bauarbeiter fehlen im Land der aufgehenden Sonne, auch Facharbeiter werden langsam knapp. Was tun alternde Gesellschaften, wenn Arbeitskräfte knapp werden und Wirtschaft und Wohlstand zu schrumpfen drohen? Auf den ersten Blick könnten die Lösungswege unterschiedlicher nicht sein, die China und Japan in dieser Woche aufzeigten.“
(Carsten Germis in der FAZ vom 3. Juni 2014: Kampf gegen Bevölkerungsmangel)

Um gut ausgebildete Ausländer ins Land zu holen, erwägt die chinesische Regierung, die Zuwanderungsregelungen zu lockern. Gedacht ist an eine Art green card [绿卡 lǜkǎ] nach US-Vorbild.

Für Japan ist Zuwanderung kein Lösungsweg. Japans Regierungschef Abe Shinzō (安倍晋三) machte das erst in dieser Woche im Fernsehen wieder deutlich: „In Ländern, die Zuwanderung akzeptieren, gibt es eine Menge Spannungen, viel Unglück für beide, für die Neuankömmlinge und für die Alteingesessenen“, sagte Abe und hielt ein Pappschild mit einem roten X in die Höhe. Nein, hieß das.

Stattdessen sorgt er für Anreize an die japanischen Frauen, wieder mehr Kinder zu bekommen. Deshalb werden jetzt drei Kinder pro Paar zum Staatsziel erhoben. Zwar wird auch darüber diskutiert, die Beschäftigung ausländischer Arbeiter zu erleichtern. Sie sollen aber nur für eine eng begrenzte Zeit eine Aufenthaltserlaubnis bekommen.

 

 

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