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Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

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02. April 2014

Stammzellenforschung

Japanisch
幹細胞研究 kansaibō kenkyū (Stammzelle + Forschung)

理研 Riken
理化学研究所 Rikagaku Kenkyūjo
(Physikalisch-chemisches Institut)

„Induzierte pluripotente Stammzellen lassen sich nicht durch eine Behandlung von ausgewachsenen Zellen mit einer Säurelösung erzeugen. Zu diesem Schluss ist das Riken-Zentrum für Entwicklungsbiologie gekommen. Entdeckerin Haruko Obokata [小保方晴子 Obokata Haruko] konnte ihre Ergebnisse nicht wiederholen. Diese Methode war wohl einfach zu schön, um wahr zu sein.

Die junge Wissenschaftlerin gibt ihre Arbeit am Riken-Zentrum auf. Am Freitag trat sie erschöpft und ratlos vor die Presse. Sie sei über das Ergebnis selbst perplex. Ihr Arbeitgeber stellt nun ebenfalls alle Versuche ein, nach den Vorgaben von Obokata und ihren Mitstreitern pluripotente Stammzellen zu erzeugen. Obokata hatte sie STAP-Zellen getauft.“
(Japanmarkt vom 19. Dezember 2014: Trauriges Aus für angebliche Stammzellen-Entdeckung)

Eine STAP-Zelle (stimulus-triggered acquisition of pluripotency = durch Stimulus angestoßener Erwerb von Pluripotenz") ist angeblich eine induzierte pluripotente Stammzelle (iPS-Zelle), deren Pluripotenz (lateinisch) plus „mehr“ und potentia „Kraft“) durch einfache äußere Reize ausgelöst wurde.

Das Team von Obokata hatte Anfang dieses Jahres seine Ergebnisse in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. Die Arbeit wurde jedoch später zurückgezogen. Der wissenschaftliche Supervisor von Obokata, Sasai Yoshiki (笹井芳樹), beging im August im Institut Selbstmord, denn sein Ruf und der Ruf des Instituts wurde durch den Skandal nachhaltig beschädigt.

Die Leitung des Riken-Zentrums in Kōbe  (神戸) hatte Obokota vorgeworfen, gefälschte Daten für ihre Arbeit benutzt zu haben. Diese hatte dies zurückgewiesen und in den vergangenen Monaten erfolglos versucht, ihre Ergebnisse zu wiederholen. Sie muss nun den Kopf hinhalten für Fehler in einer Arbeit, an der 8 bis 14 Forscher mitgeschrieben haben. Vielleicht hat sie ihre Arbeit frisiert, um Zeit zu sparen, vielleicht auch, um die Methode beeindruckender erscheinen zu lassen.

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