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21. Januar 2014

Delfin

21. Januar 2014

Japanisch
ドルフィン dorufin
海豚 iruka (Meer + Schwein)

Chinesisch
海豚 hǎitún (Meer + Ferkel)


„Ungeachtet weltweiter Proteste schlachtet Japan erneut Delfine ab. Im Zuge der laufenden Jagdsaison haben Fischer im Walfangdorf Taiji [太地] nach Angaben von Tierschützern etwa 250 der kleinen Meeressäuger eingetrieben. …

Zuerst wählen Tiertrainer in einer einsehbaren Bucht die ‚schönsten‘ Exemplare für Delfinarien im In- und Ausland aus. Dies ist für die an der Jagd beteiligten Fischer ein lukratives Geschäft. Tierschützer nennen Preise von bis zu je 150.000 Dollar. Diesmal befindet sich nach Auskunft der Tierschutzorganisation Sea Shepherd auch ein schneeweißes Albino-Delfin-Baby darunter. Sollte das Tier die tagelangen Torturen überleben, dürfte der Verkaufspreis bei einer halben Million Dollar liegen, beklagte das deutsche Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF). ... Die unverkäuflichen Tiere würden brutal abgeschlachtet.“
(ntv am 20. Januar 2014: Japan jagt wieder Delfine)

 

In seinem Oscar-gekrönten Dokumentarfilm „Die Bucht" (The Cove, 『ザ・コーヴ』 Za Kōv) hatte der US-Taucher und Unterwasser-Fotograf Louie Psihoyos der Weltöffentlichkeit mit Hilfe versteckter Kameras das Gemetzel vor Augen geführt.

Wenige Delfin-Jäger verursachen großen Image-Schaden

„Die Tierschützer weisen das Argument der Fischer zurück, sie würden bereits seit Jahrhunderten Delfine jagen. Die Jagd habe laut Dokumenten aus Taiji zwar 1933, 1936 und 1944 stattgefunden, aber regelmäßig erst 1969 begonnen. Deswegen könne das Gemetzel nicht als „Tradition“ verteidigt werden. Die japanische Künstlerin Yoko Ono [小野 洋子 Ono Yōko] veröffentlichte einen offenen Brief an die 3.000 Bewohner von Taiji, das Gemetzel einzustellen, ansonsten würden ‚die Kinder der Welt die Japaner hassen‘.

[“At this very politically sensitive time, (the hunt) will make the children of the world hate the Japanese.”]

Am meisten wurden die Unterstützer der Delfin-Jagd durch die mitfühlenden Worte von Caroline Kennedy [キャロライン・ケネディ] überrascht. Die Tierliebhaberin ist in Japan extrem beliebt. Über Twitter [ツイッター Tsuittā] bezeichnete sie die Jagd als ‚unmenschlich‘.

[“Deeply concerned by inhumaneness of drive hunt dolphin killing. USG opposes drive hunt fisheries.”]

Der übersetzte Tweet verbreitete sich im twitter-verrückten Japan schnell. Die meisten Japaner wissen von der Delfin-Jagd in Taiji wenig und essen auch kein Delfin-Fleisch. Delfine werden auch in Japan nicht primär als Nahrungsmittel betrachtet. Die gnadenlosen Fischer von Taiji zerstören das Image von Japan im Westen daher praktisch im Alleingang.“
(Japanmarkt am 21. Januar 2014: Wenige Delfin-Jäger verursachen großen Image-Schaden)

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