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Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

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25. November 2013

Einwickeltuch

20. November 2013

Japanisch
風呂敷 furoshiki (Wind, Mode + sechs der zwölf Töne einer Oktave + Größe einer Fläche in Tatami-Matten)

Chinesisch
风吕敷 fēnglǚfū (Wind, Mode + sechs der zwölf Töne einer Oktave + ausbreiten)

verpackte Weihnachtsgeschenke in trockenen Tüchern
(Foto: Wikimedia)


„Mit großer Sorgfalt und viel Liebe machen wir uns jedes Jahr vor Weihnachten ganz gewissenhaft an die Arbeit: Wir wählen zwischen rotem und mit Schneemännern verziertem Papier, goldenen Bändern und Stern-Stickern. Nur um dann am Abend des 24. Dezember zu der bitteren Erkenntnis zu kommen: Unter dem Weihnachtsbaum zählt nicht die Verpackung, sondern das, was drin steckt. Der Beschenkte reißt das aufwändig verpackte Präsent gierig auf - und hat keinen Blick für die glitzernden Schneemänner.

Die Japaner bewahren sich vor dieser Enttäuschung - und verpacken gleich alles in einem Stoff, den man so leicht nicht zerreißen kann: Baumwolle.“
(Caro Lobig in der Süddeutschen Zeitung vom 24. November 2013: Furoshiki-Tücher aus Japan - Tuch statt Tüte)


Hundertwassers „Binkel-Bündel“ (Binkel bedeutet Bündel.)
(Foto: Wikimedia)


Ein Furoshiki ist ein quadratisches Tuch, das als Verpackung und als Tragebeutel genutzt wird. Die aus der Edo-Zeit stammende Bezeichnung bedeutet ungefähr „Bade-Tuch“, weil es in öffentlichen Badehäusern damals üblich war, die eigene Kleidung in solchen Tüchern aufzubewahren.

Der Beschenkte hat gleich doppeltes Glück, denn das Furoshiki ist Teil des Geschenks und kann vielseitig wiederverwendet werden. 

Furoshiki erinnern an die Papierfaltkunst Origami (折り紙) - genauso bunt, genauso kreativ, genauso aufwändig. Es sieht aber nicht nur schöner aus, sondern ist auch wesentlich umweltfreundlicher als Plastikverpackungen.

Mit Einwickeltuch-Überstunden (風呂敷残業 furoshiki zangyō) waren unbezahlte Überstunden gemeint, die man zu Hause erledigt. Der aus der Mode gekommene Begriff bezog sich darauf, dass man die Arbeitsunterlagen in ein Tuch gewickelt mit nach Hause nahm.

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