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29. August 2013

Krümelmonster

29. August 2013

Japanisch
クッキーモンスター  kukkī monsutā (englisch: cookie + monster)

Die so genannten Brezelmänner mit ihren 20 Kilogramm schweren Keks
H B steht für den Firmengründer Hermann Bahlsen.
(Foto: Wikimedia)


„Es wird nicht ruhig um den Leibnizkeks: Aus dem kuriosen Krimi um den entführten goldenen Bahlsen-Keks macht ein japanischer Sender eine zweistündige Fernsehshow. …

Mit Hilfe von Filmausschnitten rollen die Moderatoren den Fall noch einmal auf, der Anfang des Jahres weltweit Schlagzeilen machte.

Nach dem Verschwinden des vergoldeten Kekses von der Fassade der Firmenzentrale in Hannover hatte sich ein Krümelmonster in einem Erpresserbrief gemeldet. Bahlsen kündigte als Friedensangebot an, 52.000 Kekspackungen an soziale Einrichtungen zu spenden.

Daraufhin tauchte das Firmenwahrzeichen am Hals des Pferdedenkmals vor der Uni Hannover wieder auf. Die Entführer wurden nie ermittelt.“
(Hannoversche Allgemeine Zeitung: Krümelgate goes Japan)

 „Ich habe den Keks! Ihr wollt ihn haben“, stand am Anfang des Bekennerschreibens, das in der Redaktion der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung landete, unterzeichnet vom Krümelmonster. Im Erpresserbrief verlangte es, dass Bahlsen einen Tag lang alle Stationen des Kinderkrankenhauses Bult mit Keksen versorgen soll - und zwar bitte mit denen mit Vollmilchschokolade.

Indizien sprechen gegen Krümelmonster.

„Tatsächlich sprechen auch die Indizien gegen eine Täterschaft des Krümelmonsters. Auf dem Bild im Erpresserbrief ähnelt es mit seinem glatten Fell und dem spitzen Mund eher Kermit dem Frosch. Außerdem gehört das Krümelmonster zweifellos zu den weniger intelligenten Monstern. Haben wir es in der Sesamstraße jemals schreiben gesehen? Auch sein Sprachschatz, der sich vornehmlich auf das Wort ‚Keeeeeeekse!‘ beschränkt, legt nahe, dass der Erpresserbrief von einem Intelligenteren geschrieben wurde. Auch hier kommt Kermit infrage, der stets für jede Frage eine passende Erklärung parat hat.“
(NDR am 30. Januar 2013: Bahlsen kommt Keks-Entführer entgegen)

 

Für Bahlsen hat sich der Diebstahl gelohnt.

Der Diebstahl lohnte sich für Bahlsen – trotz der erpressten Keksspende von 52.000 Schokokekspackungen an das Kinderkrankenhaus, denn der Gegenwert der Medienberichte wurde auf rund 1,7 Millionen Euro beziffert:

„Die Kosten der Aktion sind für den Kekshersteller Bahlsen hingegen fast zu vernachlässigen. Eine Kekspackung ist im Handel für rund 1,20 Euro erhältlich, was hochgerechnet auf die 52.000 Kekspackungen einem Gegenwert von 62.400 Euro entspricht. Da dem Unternehmen nur die Herstellungskosten anfallen und diese aufgrund der Spende zu rund 50 Prozent bei der Steuer angegeben werden können, reduziert sich der Betrag weiter. Neben den Spendenquittungen für die 52.000 Leibniz-Schokoladen-Kekse kann Bahlsen außerdem den höheren betrieblichen Aufwand, beispielsweise der höhere Arbeitsaufwand in der Kommunikationsabteilung, oder Anwaltskosten beim Finanzamt geltend machen. Insgesamt dürften dem Unternehmen so deutlich weniger als 40.000 Euro an Kosten entstanden sein.“
(Joachim Kary in Markt und Mittelstand vom 13. Februar 2013: Krümelmonster schenkt Bahlsen Millionen)

Übrigens: Woher kommt das deutsche Wort „Keks“?

Der Zuckerhändler Hermann Bahlsen lernte in England die englischen Cakes (Kuchen) kennen und gründete 1889 die Hannoversche Cakesfabrik. Er nannte seine Kekse mit Buttergeschmack (Butter-Cakes) nach dem Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz, der 1716 in Hannover starb.

Auf Grund mangelnder Englisch-Kenntnisse sprachen die Deutschen das Wort Cakes aber so aus, wie es geschrieben wird („Kakes“). Das klang dann doch nicht sehr nett, deshalb änderte Bahlsen die Schreibweise zu Keks. 

 

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