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Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
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18. März 2011

Semiotik

17. März 2011

記号学 (きごうがく, kigō gaku)
記 (き, ki) aufzeichnen, Notiz
号 (ごう, gō) Nummer
記号 (きごうがく, kigō) Zeichen, Symbol
学 (がく, gaku) Lehre

符号学 (fúhào xué) Semiotik
符 (fú) Zeichen, Markierung
号 (hào) Nummer, Zeichen
符号 (fúhào) Symbol
学 (xué) Lehre

Was ist Semiotik

Semiotik (vom griechischen Wort σῆμα, sēma = Zeichen) ist die Wissenschaft von den Zeichensystemen.
Und was soll das hier?

Wie warnen wir die Nachwelt vor unserem Atommüll?

Egal was aus dem Kernkraftwerk Fukushima wird, das Gelände und seine Umgebung werden zur No-go-Area. Es wird eine Sperrzone errichtet werden, die kommende Generationen vermeiden werden. Doch irgendwann werden die Warnhinweise nicht mehr verstanden und Menschen der fernen Zukunft werden beim Bohren nach Wasser, Gold oder Öl auf den Schrott stoßen. Was dann? Möglicherweise kennen sie sich damit aus, dann ist es gut. Aber was ist, wenn das Wissen um Kernenergie verloren gegangen ist?

warnhinweise

Wenn man bedenkt, dass wir noch heute noch den Atommüll Hammurapis bewachen müsste, wird einem schwindlig. Die Halbwertszeit von Plutonium ist  24.000 Jahre. Hammurapi lebte 1792 bis 1750 vor unserer Zeit und hätte seine Warnhinweise sicher in Keilschrift hinterlassen, aber mehr als ein Jahrtausend lang konnte kein Mensch mehr diese Schrift entziffern. So wird es auch einmal mit der japanischen Schrift geschehen. Hat man aber ein bisschen Verantwortungsgefühl gegenüber der Nachwelt, dann will man natürlich nicht, dass diese Schaden nimmt. Deshalb wurde 1981 im Auftrag der US-Regierung und des Bechtel-Konzerns eine Arbeitsgruppe aus Ingenieuren, Anthropologen, Kernphysikern, Verhaltensforschern und anderen gegründet, die herauszufinden sollte, wie man verhindern könnte, dass Menschen unbeabsichtigt in ein atomares Endlager eindringen könnten.

Was schlägt die Atomsemiotik vor?

Die neue Wissenschaft nannte man Atomsemiotik (nuclear semiotics). Die Vorschläge der Wissenschaftler wirken abwegig und hilflos. So forderten sie zum Beispiel:
  • Die Gründung einer Atompriesterschaft, die Informationen  über den Müll weitergibt
  • Atomblumen, die nur in der Nähe von Endlagern wachsen
  • Züchtung von Strahlenkatzen, die auf Radioaktivität mit Verfärbung reagieren
  • konzentrisch angeordnete Warntafeln in zunehmend neueren Sprachen

Ewiges Feuer

„Die Warnungen vor den eingesargten radioaktiven Isotopen sollen Zehntausende von Jahren überstehen - ein in der Menschheitsgeschichte beispielloses Unterfangen: Die ältesten bekannten Keilschrifttafeln hinterließen die Sumerer vor rund 5000 Jahren, die Hinkelsteine im südenglischen Stonehenge wurden etwa 2800 vor Christus aufgestellt, die Hieroglyphen und Pyramiden der alten Ägypter entstanden im dritten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung.
Der Wortschatz heutiger Sprachen wiederum schmilzt recht schnell dahin: In 8000 bis 12000 Jahren, errechneten Forscher, werde der heutige Sprachschatz komplett verloren sein. Auch Literatur und religiöse Texte des Mittelalters überlebten nur, wenn sie regelmäßig in moderne Sprachformen übertragen wurden."

(Wie Forscher künftige Generationen vor Atommüll warnen wollen und dabei an die Grenzen des Menschenmöglichen stoßen / Von Thomas H. Wendel, http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-9199343.html)

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