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Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

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15. März 2013

Staatspräsident

Chinesisch
中华人民共和国主席 Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó Zhǔxí  (China + Volksrepublik + Vorsitzender)
主席 Zhǔxí  (Vorsitzender)

Japanisch
中華人民共和国主席 Chūka Jinmin Kyōwakoku Shuseki (China + Volksrepublik + Vorsitzender)

Englisch
President of the People's Republic of China

Xí Jìnpíng

„Weißer Rauch stieg keiner auf. Auf dem für die Öffentlichkeit abgesperrten Platz des Himmlischen Friedens [天安门广场 Tiān'ānmén Guǎngchǎng] vor der Parlamentshalle des Volkes [人民大会堂 Rénmín Dàhuìtáng] standen auch keine jubelnde Massen. Dafür beklatschten fast 3000 Abgeordnete die Wahl des neuen chinesischen Staatspräsidenten Xí Jìnpíng [习近平] durch den Volkskongress [人大 Réndà] mit 20 Sekunden Beifall. …
(Johnny Erling in der Welt vom 15. März 2013: Der nette Herr Xi ist jetzt Chinas starker Mann)

Wie auch bei seiner Wahl zum KP-Generalsekretär [总书记 zǒngshūjì] trat er im Parlament ohne Gegenkandidaten an. Die Abgeordneten gaben ihm eine mehr als 99-prozentige Zustimmung:

  • 2.963 abgebene Stimmen / anwesend (出席 chū​xí)
  • 2.952 Jastimmen (赞成 zàn​chéng)
  • 1 Neinstimme (反对 fǎn​duì)
  • 3 Enthaltungen (弃权 qì​quán)
  • 7 ungültigen Stimmen / nicht teilgenommen

Wahlergebnis

„Die Wahl von Xí zum Staatschef wurde live im Fernsehen übertragen. 1,35 Milliarden Chinesen konnten der farbenprächtigen Abstimmung zuschauen. Die Abgeordneten füllten vier rotfarbene Stimmzettel [选票 xuǎnpiào] in den Schattierungen Purpur, Orange, Hell- und Dunkelrot aus und warfen sie in acht rote Wahlurnen [投票箱 tóupiàoxiāng] mit den imprägnierten goldenen Staatswappen [国徽 guóhuī] hinein.

Zur feierlichen Stimmabgabe spielte eine Militärkapelle die beschwingte Kantoner Volksmelodie ‚Bùbù gāo‘ ([《步步高》] ‚Jeder Schritt bringt uns weiter‘). Im hinteren Teil der Großen Halle und im Fernsehen nicht zu sehen, sollen erstmals auch ‚geheime‘ Wahlboxen zum Ausfüllen der Stimmzettel aufgestellt worden sein. Die meisten Abgeordneten kreuzten ihre Stimmzettel aber auf ihren Sitzen an.“
(Johnny Erling in der Welt vom 15. März 2013: Der nette Herr Xi ist jetzt Chinas starker Mann)

Der Vater Xí Zhòngxūn (习仲勋) wurde Vizepremier, als sein 1953 geborener Sohn gerade sechs Jahre alt war. Er erlebte die Schattenseiten Chinas als sich Máo Zédōng (毛泽东) mit seinem Vater überwarf. Der junge Xí arbeitete bei den Bauern und studierte Chemie an der renommmierten Tsinghua-Universität (清华大学 Qīnghuá Dàxué). Später promovierte er in Jura.

Xí kann im locker sein und ist mit der berühmten Armeesängerin Péng Lìyuán (彭丽媛) verheiratet. Als ehemaliger Chef der Parteihochschule greift er aber immer wieder auf marxistische Dogmen zurück. In der Außenpolitik zeigt er sich betont nationalistisch, denn er will ein starkes China. Es sei der chinesische Traum (《中国梦》 Zhōngguó mèng), wieder ein großes und mächtiges China zu haben.

Als Oberbefehlshaber der Volksbefreiungsarmee (人民解放军 Rénmín Jiěfàng Jūn) gab er ihr die Aufgabe „einen Krieg führen und gewinnen zu können“.

Xí betrauert den Zerfall der Sowjetunion  und ermahnt seine Partei, dass so etwas in China nicht passieren dürfe: „Die große Kommunistische Partei der Sowjetunion ging unter, weil niemand Manns genug war, sich Gorbatschow [戈尔巴乔夫 Gē​'ěr​bā​qiáo​fū] entgegenzustellen.

Wir müssen uns jetzt langsam an den Namen gewöhnen:

„Fernseh- und Radiosprecher, die sich regelmäßig beim Nachnamen Xí, (der wie das deutsche Ski in Skifahren gesprochen wird), die Zunge abbrechen, werden lernen müssen, wie man ihn richtig ausspricht.“
(Johnny Erling in der Welt vom 15. März 2013: Der nette Herr Xi ist jetzt Chinas starker Mann)

 

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