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22. Februar 2013

Soft Power

Japanisch
ソフト・パワー sofuto pawā (englisch: soft + power)

Chinesisch
软实力 ruǎn shílì (weich + echt + Kraft)

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Japans kulturelle Strahlkraft
(Quelle: CRI)

„Die USA haben es mit der Musik, Hollywood oder dem Amerikanischen Traum [アメリカン・ドリーム Amerikan dorīmu] geschafft. Japan tut es mit Manga [漫画], Karaoke [カラオケ] oder Sushi [寿司]. Softpower nennt sich diese Kraft, über die eigenen Grenzen hinaus Einfluss auszuüben -allein mit der Attraktivität der eigenen Kultur, Ideen oder Institutionen.

Für Japan hat sich daraus ein Wirtschaftszweig entwickelt, der seit über drei Jahrzehnten konstante Wachstumszahlen aufweist. ... Auch in westlichen Ländern ist Nippons Populärkultur auf dem Vormarsch. Sogenannte J-Conventions zu Themen wie Cosplay [コス・プレ kosupure] oder Anime [アニメ], die bis vor einem Jahrzehnt noch ein Nischendasein fristeten, schießen wie Pilze aus dem Boden und ziehen immer mehr Besucher an...

Im Rahmen der Cool Japan-Kampagne [クールジャパン kūru Japan] startet das Wirtschaftsministerium im April ein Programm, das Hersteller von beliebten Produkten mit großen, auslandserfahrenen Handelshäusern zusammenbringen soll. ...

Die Ziele der Regierung sind ehrgeizig: Bis 2020 soll der Absatz von Kulturgütern im Ausland auf 10 Billionen Yen (rund 130 Milliarden Dollar) gesteigert werden. Das entspricht dem Fünffachen des bisherigen Niveaus. Die Kreativindustrie könnte so bald zum wichtigsten japanischen Exportgut werden. Das würde wiederum positive Rückkopplungen in anderen Bereichen, etwa den Tourismus, nach sich ziehen."
(Japanmarkt vom April 2012: Japans kulturelle Strahlkraft)

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Joseph S. Nye: Soft Power The Means to Success in World Politics
 

Cool Japan ist eine Wortschöpfung, mit der der US-Journalist Douglas McGray die erfolgreiche japanische Populärkultur bezeichnet.

„Als in Japan zu Beginn der 1990er Jahre die Bubble geplatzt war und eine lang anhaltende Rezession einsetzte, erzeugte dies in vielen Japanern eine tiefe Verunsicherung. Wert- und Zielvorstellungen, die bis dahin Gültigkeit hatten, wurden. plötzlich in Frage gestellt, an die Stelle einer unerschütterlichen Fortschrittsgläubigkeit. waren quälende Selbstzweifel getreten. Auch die jüngere Generation blieb von den Auswirkungen dieser umfassenden Veränderungen nicht verschont. Innere Orientierungslosigkeit, mangelnde. Motivation, häufig bedingt durch die geschwundene Aussicht auf ein gesichertes Anstellungsverhältnis, hefteten ihr bald schon das Etikett einer ‚Verlorenen Generation‘ an — die 90er Jahre wurden für viele von ihnen zur Lost Decade.

Anders jedoch als erwartet, setzte in Japan schon bald eine Entwicklung ein, die-der amerikanische Journalist Douglas McGray in Anlehnung an das von der japanischen Regierung propagierte Bild von ‚Cool Japan‘ mit dem Begriff ‚Gross National Cool‘ (abgekürzt GNC) zu skizzieren versuchte. Die Grundkomponenten dieser unerwarteten Entwicklung, die inzwischen auch im wirtschaftlichen Sektor positive Auswirkungen zeigt, charakterisiert er mit folgenden Worten: ‚Japan erfindet sich erneut — als Supermacht. Statt unter den weithin beschriebenen politischen und ökonomischen Schicksaisschlägen zusammenzubrechen, hat es seinen globalen kulturellen Einfluss heimlich und leise ausgebaut. Japan präsentiert sich heute stärker als kulturelle Supermacht als in den 80er Jahren, in denen es eine wirtschaftliche war — von Pop-Musik bis Verbraucherelektronik, Architektur bis Mode und Zeichentrickfilmen bis Küche.‘ Den von ihm geprägten Begriff GNC verwendet er dabei als einen Index für ‚kulturelle Stärke‘ — im Gegensatz zum GNP als Indikator für wirtschaftliches Potential. Interessant bei dieser Betrachtungsweise, Japan als "cooles" Land zu verstehen, ist die Tatsache, dass viele der Anstöße eigentlich von außen kamen, insbesondere von -Europa und Nordamerika, später auch aus Ostasien — eine Entwicklung, die von den verunsicherten Japanern selbst zunächst mit Ungläubigkeit, ja Misstrauen beobachtet wurde.“
(Wolfgang Schlecht: Japan ist cool.)

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