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Wir begrüßen unsere neue Dozentin für Koreastudien, Frau Shiny Park.

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24. Oktober 2012

Shanghai: Stadt über dem Meer

englert_1985_2Siegfried Englert und Folker Reichert

Shanghai: Stadt über dem Meer

257 Seiten

Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 1985 (2. Auflage: 1996)

ISBN: 978-3920431352

Grußwort

„Das vorliegende Buch ist als Begleiter einer Ausstellung über die Entwicklung der Stadt Shanghai gedacht, die in den Räumen der Alten Universität im Sommersemester 1985 stattfindet. Seit rund zehn Jahren unterhält die Ruperto Carola partnerschaftliche Beziehungen zur Fremdsprachenhochschule in Shanghai, die ihren Ausdruck in einem stetig wachsenden Austausch von Wissenschaftlern, Lehrern und Studenten aus dieser großen chinesischen Stadt gefunden haben. Wie die Ausstellung ist dieses Buch ein Ergebnis interdisziplinärer Zusammenarbeit von chinesischen und deutschen Wissenschaftlern, nicht unbedingt ein Reiseführer, aber eine höchst interessante Lektüre für alle diejenigen, die sich für die Stadt Shanghai interessieren.
Die Geschichte der Stadt Shanghai ist mit dem Abendland in vielfältiger Weise eng verbunden. Das alte Shanghai mag noch heute recht unterschiedliche, ja abenteuerliche Assoziationen wecken. Unbemerkt hiervon hat sich aber in den letzten Jahrzehnten ein neues Shanghai gebildet, welches nicht älter als die Bundesrepublik Deutschland ist. Dieses neue Shanghai, immer noch weitgehend eine terra incognita für Europäer, den Menschen hier näher zu bringen, ist Ziel dieser Ausstellung.
In unserem Bemühen, die Menschen und das Leben in der Volksrepublik China näher kennenzulernen, ist diese Präsentation ein weiterer Baustein. Ohne die tatkräftige Mitarbeit unserer Partnerhochschule in Shanghai wäre diese Ausstellung bei weitem nicht so vielfältig geworden, wie sie sich nun präsentieren kann. Allen, die zu ihrem Gelingen beigetragen haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.“
(Prof. Dr. rer. nat. Gisbert Frhr. zu Putlitz, Rektor der Universität Heidelberg)

Vorwort

Shanghai — „Stadt über dem Meer": Bereits die erste in Europa publizierte Nachricht von Shanghai, Nicolas Trigaults Beschreibung der Stadt, übersetzte ihren Namen auf diese Weise — Scianhai supra mare significat. Philologische Bedenken mögen bestehen bleiben. Aber auch die heute geläufige Übertragung stimmt mit Trigaults Deutung überein. Sie wirkt sinnfällig, da sie nicht nur die geographische Situation beschreibt, sondern auch auf Konstanten in der historischen Entwicklung und Bedeutung der Stadt hinweist. Denn Shanghais maritime Orientierung, die nicht erst mit der europäischen Ansiedlung einsetzte, und der Stand der Industrialisierung, die dem Handel folgte, bieten die Gewähr dafür, daß Chinas wirtschaftlich bestentwickelter Stadt auch in den Konzepten der gegenwärtigen Politik erhebliches Gewicht zukommt. Die hiermit verbundene Öffnung gegenüber Anregungen aus dem Ausland trifft schon traditionell auf Verständnis und Aufgeschlossenheit unter der Bevölkerung einer Stadt, in der die Begegnung der Kulturen von jeher ein Stück Alltag war. Daß die Universität Heidelberg hieran, an Austausch und „Annäherung", seit einigen Jahren Anteil hat, gab den Anlaß für die Entstehung der Ausstellung und des vorliegenden Bandes.
Es konnte nicht die Absicht der Herausgeber und Autoren sein, ein umfassendes Bild von Geschichte und Gegenwart einer chinesischen Stadt zu zeichnen. Vielmehr wurde der Versuch unternommen, von unterschiedlichen Ansätzen aus die Vielschichtigkeit des Phänomens Shanghai zu bestimmen und auf diesem Wege etwas von der — teils anziehenden, teils abstoßenden — Faszination zu vermitteln, die fast jeder Besucher aus dem sog. Westen empfand, der in Shanghai Station machte oder länger hier verweilte. „Unvergeßlich" sei der Tag der Ankunft gewesen — so jedenfalls ließ Sergei Alymov eine der Figuren seines Shanghai-Romans (1932) es ausdrücken, und er traf damit die Stimmung einer Epoche. Daß sie weiterwirkt, bezeugen nicht nur die Aussagen heutiger Berichterstatter; dafür spricht auch das Interesse, mit dem die englischsprachige Forschung seit einigen Jahren den Gegenstand bearbeitet und auch die amerikanische Belletristik das eigenwillige Ambiente der Stadt wiederzuentdecken scheint. Es überrascht ein wenig, daß im deutschsprachigen Raum weder auf dem einen noch auf dem anderen Felde Vergleichbares zu beobachten ist. Dieser Band will auch anregen, eine Lücke zu schließen."

(Siegfried Englert und Folker Reichert)

Inhalt

Vorwort der Herausgeber
Rainer Dietrich: Annäherungsversuche — Die Zusammenarbeit zwischen der Fremdsprachenhochschule Shanghai und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Folker Reichert: Shanghai 1609. Die frühesten europäischen Zeugnisse
Fritz Fezer: Das Yangzi-Delta
Dieter Kuhn: Archäologie im Großraum Shanghai
Folker Reichert: „Heimat der Ballen und Fässer". Grundzüge einer Stadtgeschichte.
Udo Weiß: Die wirtschaftliche Entwicklung Shanghais seit 1949
Siegfried Englert: „Sechs dürfen unter einem Gebetsschal beten". Zur Geschichte der Juden in Shanghai 1937-1945
Ylva Monschein und Roderich Ptak: Die Shanghaier literarische Szene in den zwanziger und dreißiger Jahren.
Lin Yutang: Hymne an Shanghai
Heribert Seifert: „... aber Shanghai ist ein böser Boden". Literarische Bilder aus der Geschichte einer großen Stadt
Siegfried Englert: Zur Entwicklung des Bildungswesens seit der Gründung der VR China im Jahre 1949
Rotraut Bieg-Brentzel: Die Tongji-Universität
Tan Yuzhi: Die Fremdsprachenhochschule Shanghai
Elmar Mittler: Bibliotheken in Shanghai
Anhang
Folker Reichert: „Ich bin in Shanghai! Unvergeßlicher Tag!" Impressionen und Aussagen
Bibliographische Notiz: Shanghai in der europäischen und amerikanischen Belletristik und Trivialliteratur
Ausgewählte Literatur
Personenregister
Autorenverzeichnis

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