Einblick in die Welt des japanischen Shogi-Schachs

Am Sonntag, dem 3. Mai 2015, fand im Ostasieninstitut im Rahmen des German Shogi Festivals ein ganz besonderes Event statt: Mit Akira Watanabe und Akihito Hirose waren zwei der stärksten und populärsten Shogi-Großmeister Japans zu Gast und gaben in einem live kommentierten Showkampf Einblick in die Kunst des japanischen Schachspiels. Gleichzeitig maßen auch mehrere starke europäische Vereinsspieler ihr Können. Einführungen in die Spielregeln und erste Spielmöglichkeiten für Einsteiger rundeten die Veranstaltung ab.

Shōgi (将棋) ist die japanische Variante des Schachs mit einer über 400 Jahre alten Tradition, einem hochorganisierten Spielbetrieb und großer Medienpräsenz. Im Gegensatz zum westlichen Schach sind die Spielfiguren flache, fünfeckige Plättchen mit sino-japanischen Schriftzeichen. Sechs von acht Figurensteinen können befördert werden, wenn sie in die gegnerische Zone kommen. Geschlagene gegnerische Steine lassen sich als eigene Steine wieder einsetzen.

shogi2015

Shogi-Meister zu Besuch (Bericht im Mannheimer Morgen vom 5. Mai 2015)

"Shogi ist die japanische Variante des Schachs. Nur komplizierter", sagt Frank Rövekamp von der Hochschule Ludwigshafen. Beim von seinem Ostasieninstitut organisierte "German Shogi Festival" traten am Sonntag zwei Großmeister des Spiels gegeneinander an. Der Favorit Akira Watanabe setzte sich zuletzt durch. Er und sein Gegner Akihito Hirose gehören zu den zehn besten Spielern in Japan. Anders als beim europäischen Schach werden keine Figuren bewegt, sondern Steine mit japanische Schriftzeichen darauf. Geschlagene Steine können ins Spiel zurückgeholt werden. Etwa 60 Gäste schauten sich am Sonntag den Showkampf an, darunter Kinder und Shogi-Fans aus Frankreich und Polen. Sie durften gegen die Idole antreten, denn Hirose und Watanabe spielten in Ludwigshafen Lehrpartien - gegen 15 Laien parallel. las

Siehe auch:

Europäische Shōgi-Meisterschaft

In Japan können Spieler von Shōgi gut leben

Großmeister legt Wert auf Etikette