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Fernost am Rhein

Max Schröder ist Student des Ostasieninstituts in Ludwigshafen. Er kombiniert BWL mit Asienkunde und Sprachunterricht.

Wenn Max Schröder 2014 seinen „Bachelor of Sciences" besteht, hat er vier Jahre lang mit Erfolg an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein studiert und allerbeste Berufsaussichten: Große Konzerne, vor allem aus der Computer-, Pharma- und Autoindustrie stehen Schlange, uni die asienkundigen Wirtschaftswissenschaftler zu engagieren.

Das Ostasieninstitut der Hochschule Ludwigshafen am Rhein gilt als Kompetenzzentrum für Wirtschaft, Kultur und Sprache, insbesondere des modernen China und Japan. Hier studiert Max Schröder (28) „International Business Management" mit dem Schwerpunkt China während rund die Hälfte seiner Mitstudenten den Schwerpunkt Japan gewählt haben. „Mein vollständiges Studium der Betriebswirtschaft wird durch eine intensive Ausbildung in chinabezogenen Fächern und durch eine gründliche Sprachausbildung in Hochchinesisch ergänzt", erklärt Max Schröder den Inhalt seines einst als exotisch betrachteten Studiums. Diese Zeiten haben sich aber gründlich geändert! Heute boomen die Wirtschaftsbeziehungen mit China ebenso wie mit seinen Nachbarstaaten Japan und Korea. Der Bedarf an jungen Managern, die sich mit den Eigenarten dieses neuen Wirtschaftsraumes bestens auskennen und auch noch die passende Sprache sprechen, ist dementsprechend groß.

Sehr familiäre Lernatmosphäre

Als Max Schröder im Rahmen seiner Abiturvorbereitungen eine Projektarbeit zum Thema „Die Wirtschaft Chinas" vorbereiten musste, setzte er sich erstmalig intensiv mit dem Riesenreich auseinander und war fasziniert.

Er recherchierte nach passenden Studiengängen. „Beim Ostasieninstitut (OAI) Ludwigshafen hat mich überzeugt, dass das anspruchsvolle Lehrprogramm in kleinen Semestergruppen abgehalten wird." Was sich letztendlich auch bestätigt hat. „Während meines gesamten Studiums am OAI habe ich eine familiäre Atmosphäre genossen", so Schröder. Chinesisch wird in einem von den Dozenten selbst entwickelten Lehrbuch unterrichtet: und zwar in Wort und Schrift. Darüber hinaus erhalten die Studenten auch Stunden in Business English. „Toll ist", so Max, „dass alles, was wir am OAI machen, grundsätzlich sehr praxisbezogen ist. Die Themen kommen aus den Bereichen BWL, VWL, Wirtschaftsinformatik und Recht sowie Geschichte, Gesellschaft und Politik Asiens.

Kein einheitliches Berufsbild, aber vielfältige Chancen

Ein einheitliches Berufsbild für Absolventen des Instituts gibt es nicht. Auch hier gilt: Die Zusatzqualifikation macht den Unterschied. Das Studium vermittelt neben fundiertem Wirtschaftswissen spezifische sprachliche und kulturelle Kompetenzen und eröffnet somit unterschiedlichste Chancen in vielen Sektoren des globalen Arbeitsmarkts, so in der Autoindustrie, der Logistik- oder Konsumgüterbranche sowie bei Unternehmensberatungen.

Der ostasiatische Wirtschaftsraum eröffnet für BWLer, die die entsprechenden Sprachen beherrschen, zahlreiche attraktive Chancen. Zusätzliche Fachkompetenzen in Recht und Wirtschaftsinformatik im Studiengang „International Business Management (East Asia)" erleichtern hier den Einstieg in ein spannendes Berufsleben.

Welche Voraussetzungen muss ein Student mitbringen?

Wer sich wie Max für ein Studium am Ostasieninstitut mit Schwerpunkt China oder Japan interessiert, sollte Freude an Wirtschaftsfächern wie Marketing und Unternehmensführung haben, aber auch die Bereitschaft mitbringen, intensiv Fremdsprachen zu lernen und sich ins fremde Sprach-und Kulturgebiet zu begeben und so mit unterschiedlicher Mentalität konfrontiert zu werden.

Max hat den obligatorischen Auslandsaufenthalt gerade hinter sich gebracht. „Ich war in einer Millionenmetropole im Süden des Landes, die man aber in Europa gar nicht kennt. Solch gigantische Städte mit drei bis fünf Millionen Einwohner sind in China ganz normal." An seinen ersten Eindruck erinnert sich noch genau: „Erst einmal ist alles ganz anders als bei uns!" Vor allem die niedrigeren Hygienestandards haben ihm zunächst zu schaffen gemacht. Positiv empfand er, „dass die Menschen deutlich entspannter sind als bei uns". So gehörte es selbstverständlich zu den täglichen Ritualen, in Ruhe miteinander essen zu gehen, statt hektisch Fast-Food-Küche zu verschlingen.

Max kann sich noch immer freuen: „Ich habe in China so viel gekocht und übers gute Essen gelernt, wie nie zuvor." Natürlich hat er viele Rezepte aus dem Land der Mitte mitgebracht: „Ròumò qiézi" [肉末茄子], ein Hackfleisch-Auberginen-Essen, zählt inzwischen zu seinen Leibspeisen. Und überhaupt kann er sich inzwischen sogar vorstellen, auch einmal hauptberuflich in China tätig zu sein: „Die Kultur des Landes habe ich mit meinem Studium und vor allem während des Auslandsaufenthaltes voll adaptiert."

Weitere Infos unter: www.oai.de

(ABIQ - ! Das Karriere-Magazin mit Qualität für Abiturienten und Fachabiturienten. Ausgabe November 2013 bis Mai 2014)

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