Ostasieninstitut im Hochwasser

Rhein-Hochwasser verläuft entlang des pfälzischen Ufers relativ glimpflich

(Die Rheinpfalz vom 4. Juni 2013)


„…Viel fehlte nicht mehr: Um die Mittagszeit hatte sich Vater Rhein in Höhe der Ludwigshafener Innenstadt bis fast an die Deichlinie ausgebreitet. Vorsorglich ließ die Stadt Alu-Elemente zwischen Betonpfosten einhängen. Ludwigshafen verfügt in diesem Bereich über keinen Erdwall, der dem Fluss im Falle eines Falles Einhalt gebietet, sondern über ein mobiles Schutzsystem. Das Ostasieninstitut der Hochschule Ludwigshafen war bereits trockenen Fußes nicht mehr zu erreichen. Das am Ufer errichtete Gebäude ruht auf Stelzen, weshalb ihm ein Hochwasser wenig anhaben kann. Die Studenten kamen aber nicht mehr in ihre Hörsäle, weshalb die Vorlesungen abgeblasen wurden.

Ab einem Wasserstand von 8,36 Meter am Pegel Mannheim begann sich der Fluss um die Mittagszeit langsam wieder zurückzuziehen. ‚Normal‘ sind an dieser Stelle etwa drei Meter. Ob das Filmfestival wie geplant am 13. Juni im überschwemmten Stadtpark auf der Parkinsel eröffnet werden kann, war gestern noch nicht abzuschätzen. Bei der BASF war der Uferbereich des Werksgeländes überflutet. Die Produktion sei deswegen aber nicht beeinträchtigt gewesen, sagte eine Konzernsprecherin. Wegen der eingestellten Schifffahrt ist das Chemieunternehmen beim Warentransport auf Schiene und Straße ausgewichen.“

Das letzte Mal dass das Ostasieninstitut im Wasser stand, war im Jahr 1999 und damals sogar gleich zwei Mal.

Bilder vom Hochwasser

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Ostasieninstitut vom Dach der Walzmühle aus
(im Hintergrund der Rhein und Mannheim)

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Hochwassermauer Rheinufer
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Dr. Rudolph auf dem Heimweg Dr. Dai auf dem Weg ins Büro

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Kurz bevor der Rhein das Parkdeck überflutete

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Die Rheinpromenade steht bereits unter Wasser
(im Hintergrund: Walzmühle, Zollhofhochhaus und Eisenbahnbrücke)

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Blick auf das geflutete Ostasieninstitut vom Turm der Walzmühle

 

Fotos: OAI-Mitarbeiter