12. November 2018

Erstmalige Teilnahme an der Wissensnacht Rhein-Neckar voller Erfolg

Am 10. November nahm das Ostasieninstitut an der ersten Wissensnacht in der Region Rhein-Neckar teil. Trotz des schlechten Wetters fanden rund 300 Besucher den Weg ins Institut. Dazu trug sicherlich auch das breitgefächerte Angebot bei, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ostasieninstituts für ihre Besucher vorbereitet hatten.

Mini-Sprachkurs Chinesisch mit Liying Scheinhardt

Die Lange Nacht begann mit zwei Sprachkursen und einer Teezeremonie. Liying Scheinhardt nutzte ihren Chinesisch-Sprachkurs gleich für ein wenig Landeskunde und erläuterte die Größe ihrer Heimat mit zahlreichen Dialekten und Schriftformen. Sie alle eint der Beijinger Dialekt als gemeinsame Sprache Hochchinesisch, den auch unsere Studierenden bei ihr lernen.

Bericht auf animus-klub.de

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Mini-Sprachkurs Japanisch mit Isato Miyajima

Isato Miyajima erklärte seinen Teilnehmern anhand von Emoji die japanische Grammatik.  Auch Meister Yoda hat hier seinen Kurzauftritt mit „Bier ich trinke.“ Eine Satzstellung, die für Japaner, wie auch die deutschen Besucher nur bei diesem Herrn akzeptabel ist.

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Koreanische Teezeremonie mit Soon-sim Jo

Koreanische Teezeremonie unter der Leitung von Soon-sim Jo war so populär, dass einige Interessenten aus Platzmangel abgewiesen werden mussten. Frau Jo führte einmal mit Unterstützung der Studierenden des Schwerpunkt Koreas die klassische Form der Teezeremonie vor, bevor die Gäste an der Reihe waren und sich im Umgang mit Teeschale und metallenen Essstäbchen üben konnten.

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Kalligrafiestunde mit Dr. Adachi-Bähr

„Alle waren so interessiert, die Zeit verging wie im Flug“, freute sich Satomi Adachi-Bähr über ihre Kalligrafiestunde. Die Dozentin für Japanisch erklärte den Besuchern die ersten Grundstriche japanischer Schriftzeichen sowie die richtige Körperhaltung beim Schreiben mit dem breiten Pinsel. Das Schriftzeichen, das die Besucher mit nach Hause nehmen durften, lautet 光 (hikari = Licht) – passend zur kommenden Adventszeit.

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Mein Name in chinesischer Schrift mit Dr. Dai Yi

Wer zudem schon immer mal seinen Vornamen auf Chinesisch mit eleganten Pinselstrichen haben wollte, stellte sich in die lange Schlange vor den Tisch unseres Dozenten Dai Yi. Geduldig erfüllte Herr Dai auch die Wünsche für Freunde und Nachbarn.

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Spielend Asien entdecken mit Studierenden

Besucher, die in der Langen Nacht weiter aktiv sein wollten, konnten unter Anleitung von Studierenden Origami, japanische Papierfaltkunst, üben oder Papierfächer bemalen. Sehr gut angenommen wurden die Brettspiele Go, ein Strategiespiel, sowie Shōgi, klassisches japanisches Schach.

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Führung durch die Bibliothek

An diesem Abend war die Bibliothek frei zugänglich.

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Foodtruck

Am Abend erschien der Stop4Wok Food Truck, ehemalige Studierende des Ostasieninstituts, und boten gesunde und leckere asiatische Küche an.

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Vortrag „Vorbild oder abschreckendes Beispiel? Zum Deutschlandbild in Japan“ mit Prof. Dr. Frank Rövekamp

Am frühen Abend begann eine kleine Vortragsreihe mit Angehörigen der Hochschule. Den Auftakt machte Frank Rövekamp, Leiter des Ostasieninstituts. Er sprach über das  Deutschlandbild in Japan. In Japan gibt es einige jüngere Buchveröffentlichungen, die sich durchaus kritisch mit der deutschen Mentalität und Politik auseinandersetzen. In dem Vortrag wurden Themen und Thesen dazu aus den Bereichen Energie- und Europapolitik vorgestellt. Ein prominentes Beispiel ist die deutsche Medienberichterstattung im Rahmen des Großen Ostjapanischen Erdbebens 2011. Durch den Tsunami starben 20.000 Menschen. Die deutschen Medien konzentrierten sich jedoch ganz überwiegend und stark emotionalisiert auf den Atomunfall in Fukushima der keine direkten Todesfälle gefordert hatte. Einig Autoren sehen darin einen Mangel an Empathie und Objektivität.

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Vortrag „Tibet- zwischen Shangri-La und Ressourcenausbeutung“ mit Dr. Manuel Vermeer

Manuel Vermeer, China-Experte und Dozent für Chinesisch, sprach über Tibet und die konfliktträchtige Ressource Wasser in der Region. Staudämme  und das Umleiten von Flüssen lösen nicht nur ökologische Probleme aus, sondern können auch internationale Spannungen schüren. Schon jetzt droht Indien der Volksrepublik China mit Krieg. „Was in Tibet passiert, betrifft auch uns!“, konstatierte Herr Vermeer zum Ende seines Vortrags.

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Vortrag „Finanzwissen – Viel mehr müssen Sie gar nicht wissen, aber das unbedingt!“ mit Prof. Dr. Hartmut Walz

Den Abschluss der Langen Nacht des Wissens bildete der Vortrag von Helmut Walz mit seinem Vortrag zu Finanzwissen. Auf unterhaltsame Weise erklärte der Professor der Hochschule Ludwigshafen seinen Zuhörern, wie sie sich als Neulinge auf dem Anlegerparkett gegenüber Banken behaupten können. Die große Zahl der Besucher sowie auch das eifrige Mitschreiben  zeigen, dass Herr Walz mit seinem Thema an diesem Abend genau richtig lag.

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