15. April 2016

Neueste Entwicklungen auf dem chinesischen Arbeitsmarkt; Herausforderungen für Firmen, Arbeitnehmer und den Staat

Im Vortrag von Matthias Stepan, Merics Institut for China Studies am 26. April 2016 wurde über die Entstehung, Entwicklung und weitere Ausblicke bezüglich China diskutiert. Dabei wurde speziell auf den chinesischen Arbeitsmarkt, Bildungssysteme und Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung für China eingegangen.

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Organisationsteam (Prof. Dr. Barbara Darimont, Tugba Esen, Ziad Djemni) und Matthias Stepan

Trotz des schönen Wetters waren über 50 Zuhörer zum Vortrag erschienen. Sowohl während des Vortrags als auch danach, gab es zahlreiche und rege Diskussionen. Sehr viele Interessante Fragen wurden gestellt. Seitens des Publikums gab es zahlreiche Beiträge und auch Antworten zu den diversen Fragen.

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Der chinesische Arbeitsmarkt steht aktuell vor dem größten Umbau seit dem Aufkommen von Privatunternehmen in den 1990er Jahren. Anfang März verabschiedete das chinesische Parlament den 13. Fünfjahrplan. In diesem Zusammenhang konkretisierte die Regierung ihre wirtschaftspolitischen Ziele bis 2020. Ein massiver Stellenabbau in staatseigenen Betrieben ist demnach unabwendbar. Um gleichzeitig den sozialen Frieden zu wahren, verspricht die Regierung neue Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich, Unterstützung für Unternehmensgründungen und Milliarden für Umschulungsmaßnahmen.

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In seinem Vortrag behandelt Matthias Stepan, Programmleiter für Innenpolitik am Merics-Mercator-Institute for China Studies in Berlin, welche Herausforderungen der Umbau des Arbeitsmarkts für Firmen, Arbeitnehmer und den chinesischen Staat mit sich bringt. Er stellt die großen Entwicklungslinien auf Chinas Arbeitsmarkt seit Mitte der 1990er Jahre vor und geht auf konkrete Reformmaßnahmen der Regierung ein. Welche Folgen von dem Umbau des Arbeitsmarktes in China nicht nur für das Land selbst, sondern auch wichtige Handelspartner- wie beispielsweise Deutschland- zu erwarten sind, wird ebenfalls ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrags sein.

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Matthias Stepan lehrte und promovierte vor seinem Wechsel zu MERICS an der Freien Universität Amsterdam. Unter anderem arbeitete er mit Experten des EU-China Kooperationsprojekts Reform der sozialen Sicherung zusammen. Neben seiner Forschungstätigkeit setzt sich Matthias Stepan aktiv für eine verstärkte Vernetzung von führenden Wissenschaftlern in China und Europa ein. In seiner Forschung setzt sich Stepan mit Sozialpolitik, sozialer Sicherung, Verwaltungsreformen und dem Arbeitsmarkt in China auseinander.