23. März 2016

Chinas wirtschaftliche Reformpläne: Auf dem Weg zu einem neuen Wachstumsmodell?

Trotz des sommerlichen Wetters besuchten rund 54 Teilnehmer am 8. April die Ringvorlesungen mit dem am OAI. Dabei verfolgte ein gemischtes Publikum, aus Jung und Alt, den Vortrag von Frau Dr. Sandra Heep (MERICS).

Auch die anschließende Möglichkeit zur Diskussion und Fragenbeantwortung wurde von den Teilnehmern mit Freude genutzt.

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Der 13. Fünfjahresplan zielt darauf ab, in China bis zum Jahr 2020 eine „Gesellschaft bescheidenen Wohlstands“ zu verwirklichen. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Wirtschaft über die nächsten fünf Jahre hinweg durchschnittlich um mindestens 6,5 Prozent jährlich wachsen. Zudem sieht der Plan eine Verdoppelung des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens bis 2020 im Vergleich zu 2010 sowie die Befreiung von 55,75 Millionen Menschen aus der Armut vor.

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Welche Reformen plant die Regierung, um diese ambitionierten Ziele erreichen zu können? In welchem Verhältnis stehen Wachstumsziele und Reformpläne zueinander? Kann der Umbau der Wirtschaft – wie das Schlagwort der „neuen Normalität“ suggeriert – reibungslos verlaufen, oder wird er von Disruptionen gekennzeichnet sein? Diese Fragen standen im Zentrum des Vortrags und der anschließenden Diskussionsrunde mit Dr. Sandra Heep.

Dr. Sandra Heep ist Expertin für Wirtschaftspolitik und Finanzsystem am Mercator Institute for China Studies in Berlin. Vor ihrem Wechsel zu MERICS lehrte sie am Institut für Sinologie der Universität Freiburg. Zuvor arbeitete forschte sie am GIGA Institut für Asien-Studien in Hamburg. An der Universität Trier promovierte sie über Chinas Rolle in der globalen Finanzarchitektur. Während ihrer Promotion war sie Gastwissenschaftlerin an der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften in Beijing und der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Chinas Wirtschaftsreformen, Finanz- und Währungsliberalisierung und Haushaltspolitik.

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Ringvorlesung „Neue Normalität“ in der VR China