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09. Oktober 2013

Xiamen

Skyline von Xiamen
(Foto: Wikimedia)

„Der Verwaltungsbezirk Xiamen mit 3.67 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von rund 1 670 Quadratkilometern liegt zwischen Quanzhou im Norden und Zhangzhou im Süden... Er ist mit 2 200 Einwohnern pro Quadratkilometer der mit Abstand am dichtesten besiedelte Bezirk der Provinz [Fújiàn 福建].

Amoy hießen die Stadt und der Hafen in der Sprache der Region, als Amoy wurde sie im 19. Jhd. weltweit bekannt. Eigentlich trug die einstige Insel den Namen Xiamen 下门 mit der Bedeutung das untere Tor [zum Meer], denn sie war die letzte Siedlung vor der Mündung des Jiulong-Flusses, daraus wurde im Minnan-Dialekt Amoy. Dieser Name kam später dort tätigen Beamten irgendwann nicht mehr angemessen genug vor, weshalb sie das Zeichen Xia 下 bei gleicher Aussprache in das Zeichen Xia 厦 abänderten, wodurch die Bedeutung Tor zur Residenz aufgewertet wurde.

Die Insel wurde während der heftigen Abwehrkämpfe der Ming-Loyalisten gegen die nach Süden vormarschierenden Mandschu-Truppen die wichtigste Verteidigungsbastion von Zheng Chenggong, weshalb die Insel zu den letzten Territorien gehörte, die sich den Mandschu unterwarfen. Der Name des Stadtteils Siming 思明 erinnert an diese Zeit, denn Zheng Chenggong taufte Xiamen in Siming um: nämlich „Vergiss nicht die Ming.“

1684 erlaubte der neue Herrscher die Öffnung des Hafens für portugiesische und spanische Schiffe, zu denen später auch holländische und britische hinzukamen. Gleichzeitig wurde Xiamen zum Zentrum der Emigration junger Chinesen nach Südostasien. Der Hof versuchte zwar 1728 sich mit harschen Strafandrohungen gegen diese Entwicklung zu stemmen, doch blieben diese vergeblich.

Nach dem Ende des Ersten Opiumkrieges 1842 wurde Xiamen als einer von fünf Vertragshäfen gewaltsam für das Ausland geöffnet. Das diplomatische und missionarisch tätige Personal ließ sich auf der einige hundert Meter vor der Insel Xiamen liegenden Insel Gulangyu 鼓浪屿 nieder und machte es 1903 zu einer exterritorialen Siedlung.“
(Siegfried Englert: „Die Provinz Fujian in der VR China“. Annweiler: Plöger, 2013. ISBN 978-3-89857-289-7)

   
 鼓浪屿  厦门大学
 Die Insel Gulangyu  ist gerade einmal knappe zwei Quadratkilometer groß und fünf Fährminuten von der Insel Xiamen entfernt. Ein wunderschönes Plätzchen, wenn nicht gerade die Hälfte der Überseechinesen denselben Zeitpunkt für einen Besuch gewählt hat. Nach der gewaltsamen Öffnung von Hafen und Stadt entschied sich die Mehrzahl des ausländischen Personals für einen Wohnsitz auf Gulang, was die Häufung von Villen im viktorianischen Stil und die beiden Kirchenbauten erklärt.
(Foto: Wikimedia)
Der  Campus der ist bebaut mit einer Reihe von interessanten Bauten, die Mehrzahl eine Mischung von europäischen und chinesischen architektonischen Impulsen. Die Universität untersteht der Zentralregierung, dies unterstreicht ihre Qualität, sie zählt zu den besten 20 Hochschulen Chinas und liegt idyllisch: keine andere Universität dieser Qualität kann sich eines eigenen Strandes rühmen.
(Foto: Wikimedia)
   
 鳌园 陈嘉庚
Chén Jiāgēng
In der ersten Siedlung auf dem Festland, hat Tan Kah Kee 1950 den Schildkröten-Garten anlegen lassen, ao steht für eine legendäre Riesenschildkröte, die auf ihrem Rücken angeblich die Insel der Seligen trage. Innerhalb dieser Anlage ist Tan an einer idyllischen Stelle beigesetzt worden.
(Foto: Wikimedia)
Tan Kah Kee  (1874 – 1961) war Unternehmer in der Nahrungsmittel- und Gummi-Industrie in Malaysia, Singapur und Indonesien. Er galt als König der Gummiverarbeitung und Henry Ford Südostasiens. Er gründete 1894 in seinem Heimatdorf Jimei eine Gesamtschule und 1921 die Xiamen Universität.
(Foto: Wikimedia)

 

 

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