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26. August 2013

Der Wind erhebt sich

26. August 2013

Japanisch
風立ちぬ Kaze Tachinu

Miyazaki Hayao
(Foto: Wikimedia)

‚Mit Waldwesen, magischen Naturkräften und Geistern aus Japans mythischer Shinto-Welt hat er Kinder in aller Welt verzaubert. Seine Zeichentrickfilme wie ‚Prinzessin Mononoke’ [もののけ姫 Mononoke Hime], ‚Mein Nachbar Totoro’ [となりのトトロ Tonari no Totoro] oder sein Oscar-prämiertes Werk ‚Chihiros Reise ins Zauberland’ [千と千尋の神隠し Sen to Chihiro no kamikakushi] haben Hayao Miyazaki [宮崎駿 Miyazaki Hayao] zur Ikone der zeitgenössischen japanischen Anime-Kunst gemacht.

Mit seinem Film ‚Kaze Tachinu’ ([風立ちぬ] englisch: ‚The Wind Rises’), der seit kurzem in japanischen Kinos läuft und auch bei den diese Woche beginnenden Filmfestspielen in Venedig gezeigt wird, hat Miyazaki nun aber eine politische Kontroverse losgetreten.

Mitsubishi Zero
(Foto: Wikimedia)

Es geht um den Entwickler des Mitsubishi Zero [零式艦上戦闘機 Rei-shiki Kanjō Sentōki], Japans einst gefürchtetes Jagdflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg. … Dank modernster Technik und Werkstoffe war der Zero deutlich wendiger als die meisten alliierten Jäger. Beim Angriff auf Pearl Harbor [真珠湾 Shinjuwan] 1941 gelang es Japan damit, den Amerikanern schwere Verluste zuzufügen, ehe die Alliierten technisch und taktisch die Oberhand über den Zero gewinnen konnten. Ab 1944, als sich Japans Niederlage abzeichnete, diente der Zero für Kamikaze-Angriffe.

Horikoshi Jirō als Student
(Foto: Wikimedia)

Mit ‚Kaze Tachinu’ wollte der 1941 geborene Miyazaki das ‚außergewöhnliche Genie’ von Jiro Horikoshi [堀越二郎 Horikoshi Jirō], dem Entwickler des Zero, ehren. Die Ultrarechten hätten den Zero für ihren ‚Patriotismus’ und zur Kompensierung ihres ‚Minderwertigkeitskomplexes’ missbraucht. Mit seinem Film wolle er Horikoshi aus den Händen dieser Leute reißen.

Japans Ultrarechte zogen prompt mit Hasstiraden über Miyazakis neuen Film her. Miyazaki sei ‚anti-japanisch’ und ein ‚Verräter’, schrieben sie auf einschlägigen Internetseiten. Aus Südkorea, wo der Film im September in die Kinos kommen soll, sieht sich Miyazaki genau der gegenteiligen Kritik ausgesetzt – sein Film verherrliche den Krieg. …

Horikoshi sei es nicht um Waffen gegangen, sondern darum, ein ‚schönes Flugzeug’ zu bauen, erklärt der Star-Regisseur, der selbst bekannt ist für seine zeitweilige Faszination von Waffenmodellen. Seinem Film schickte Miyazaki einen Essay in der Hauszeitschrift seines Studios Ghibli [スタジオジブリ Sutajio Jiburi] voraus, in dem er sich energisch gegen die von Ministerpräsident Abe [安倍晋三 Abe Shinzō] angestrebte Revision der pazifistischen Verfassung ausspricht.“
(Focus vom 26. August 2013: Neuer Miyazaki-Film sorgt für Streit in Japan)

Der Film wird ab dem 5. September 2013 auf den Filmfestspielen in Toronto gezeigt werden. Ein deutscher Kinostarttermin steht noch nicht fest.

(Trailer)

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