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Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

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11. Juni 2013

J-League

6. Juni 2013

Japanisch
Jリーグ j-rīgu (J = Japan + league = Liga)

Chinesisch
日本甲组职业足球联赛 Rìběn jiǎzǔ zhíyè zúqiú liánsài (Japan + Nr. 1 + Gruppe + Profi + Fußball + Verband + Wettbewerb)

jleague

„Am vergangenen Dienstagabend jubelte Fußballjapan wieder. In den U-Bahnen Tokios, wo sonst niemand einen Mucks sagt, sprachen die Fahrgäste jeden an, der ein blaues Trikot trug. ‚Wie war's?‘ ‚War die Stimmung gut?‘ ‚Verdient?‘ Den Ausgang, ein 1:1 gegen Australien in letzter Minute, kannten die Meisten schon seit dem Abpfiff. Die Bedeutung dessen auch: Am vorletzten Spieltag der Asien-Qualifikationsgruppe B hat sich Japan als erste Mannschaft einen Platz bei der WM 2014 gesichert. Es ist die fünfte Qualifikation nacheinander. ...

Wand und Fenster waren mit den Gesichtern bekannter Kicker bedruckt, daneben die Symbole der erfolgreichsten Vereine. Seit Anfang des Jahres pendeln vereinzelt U-Bahnen Tokios mit dem Banner der Profidivision J-League. Auch die darf in diesem Jahr feiern: 2013 ist sie zwanzig Jahre alt.

Profifußball in Japan ist noch jung, aber schon eine Erfolgsstory. ... Die nationale Fußballliga blieb bis Anfang der Neunziger eine Angelegenheit für Amateure. Yasuhiko Okudera [奥寺康彦 Okudera Yasuhiko], ab 1977 der erste Profi in Europa beim 1. FC Köln, blieb lange ein Einzelfall.

Doch das sollte sich ändern. Inspiriert durch die Fußballbegeisterung und die großen Stadien in Europa startete Japan im Mai 1993 mit zehn Mannschaften seine erste Profiliga. …

Vor allem zogen die jungen Vereine, meist Werksmannschaften großer Unternehmen, etwas an Land, das die Japaner selbst nicht hatten: Weltstars. Der Brasilianer Zico [ジーコ] kam zum heutigen Rekordmeister Kashima Antlers, Gary Lineker [ゲーリー・リネカー] wechselte von Tottenham zu Nagoya Grampus, Michael Laudrup [ミカエル・ラウドルップ] von Real Madrid zu Vissel Kobe. Die deutschen Weltmeister Guido Buchwald [ギド・ブッフバルト] und Pierre Littbarski [ピエール・リトバルスキー] gingen zu den Urawa Red Diamonds und JEF United Chiba. Deren Aufgabe war klar: Fußball auf einem Niveau spielen, das kaum ein Japaner beherrschte, und damit Interesse an der Liga wecken."
(Zeit-Online: Japan, die neue Fußballmacht)

Es sagten vor allem alte Spieler zu, die ein letztes Mal großes Geld kassieren wollten.  Die Rolle als Ruhesitz von Profi-Fußballspielern gab die J. League inzwischen an die arabischen Ligen ab. So spielen wieder die einheimischen Profis die Hauptrolle. Dennoch werden die Torschützenlisten meist von Ausländern angeführt. Zwanzig Jahre nach der Gründung galt die J-League als stärkste Fußballliga Asiens.

Durch konsequente Talentförderung wandelte sich die J-League vom Importeur von Altstars zum Exporteur großer Talente.  In der Saison 2012/13 spielte bei jedem zweiten Club der Bundesliga (ブンデスリーガ Bundesurīga) ein Japaner. Das hatte einen ganz bestimmten Grund und der hieß: Kagawa Shinji (香川真司). Mit Kagawas Leistungen bei Borussia Dortmund (ボルシア・ドルトムント Borushia Dorutomunto) stieg das Interesse der japanischen Fußballfans.

Vereine der J-League

jleague-kashima

鹿島アントラーズ Kashima antorāzu

Der Rekordmeister Kashima Antlers leitet seinen Namen vom englischen Wort antlers (= Geweih) her und hat auch einen Hirsch als Maskottchen.

jleague-urawa

浦和レッドダイヤモンズ Urawa Reddo Daiyamonzu

Urawa Red Diamonds ging aus einer Werksmannschaft des Konzerns Mitsubishi (三菱) hervor, auf den sich der englische Name Red Diamonds bezieht, denn Mitsubishis Firmenlogo besteht aus drei roten Diamanten.

jleague-sanfrecce

サンフレッチェ 広島 Sanfuretche Hiroshima

Sanfrecce Hiroshima erinnerte an ein Gleichnis, das dem Samurai Mōri Motonari zugeschrieben wird: Mori soll seine drei Söhne aufgefordert haben, je einen Pfeil  zu zerbrechen. Dann sollten sie ein Bündeln von drei Pfeilen zerbrechen, wozu keiner in der Lage war. Seitdem sind die drei Pfeile ein Symbol dafür, dass man mit vereinten Kräften mehr erreichen kann. Deshalb verband die Klubführung das japanische Wort san (drei) mit dem italienischen Wort frecce (Pfeil) zum Kunstbegriff Sanfrecce, um auf den Teamgeist hinzuweisen.

jleague-yokohama

横浜 F・マリノス Yokohama Efu Marinosu

Yokohama F. Marinos leitet seinen Namen vom spanischen Wort marino (= Seemann) her. Das F rührt vom deutschen Wort Flügel her. Der spanische Name Marinos soll an den argentinischen Fußball erinnern.

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FC東京 Efu shī Tōkyō

Der FC Tokyo hat als einziges Team weder ein Maskottchen, noch ein Kunstwort im Namen. Dadurch gelang es, sich als ungekünstelter Verein eine große Fangemeinde aufzubauen.

jleague-albirex

アルビレックス 新潟 Arubirekkusu Niigata

Albirex Niigata trägt seine Heimspiele im WM-Stadion „Big Swan“ in der Stadt Niigata (新潟) aus. Albireo ein ist Stern im Sternbild Schwan.

jleague-omiya

大宮 アルディージャ Ōmiya Arudīja

Der Name des Clubs Omiya Ardija, aus Ōmiya (大宮), einem Stadtteil von Saitama (さいたま) ist ein dem Spanischen entlehntes Kunstwort, dort heißt ardilla so viel wie Eichhörnchen.

jleague-vissel

ヴィッセル神戸 Visseru Kōbe

Der Name Vissel Kobe ist zusammengesetzt aus den englischen Begriffen victory (= Sieg) und vessel (= Schiff). Damit soll der Erfolgsanspruch mit der maritimen Tradition des Seehafens Kōbe (神戸) verbunden werden.

jleague-kyoto

京都 サンガ F.C. Kyōto Sanga Efushī

Das Sanskrit-Wort Sangha (サンガ) im Namen von Kyoto Sanga F.C. bedeutet so viel wie Gemeinschaft, eine Anspielung auf die Wurzeln des Vereins, der aus einer Hochschulmannschaft entstand.

jleague-osaka

ガンバ大阪 Gamba Ōsaka

Gamba bedeutet auf Italienisch Fuß, andererseits ist gāmbaru (がーんばる) das japanische Verb für entschlossen kämpfen.

jleague-nagoya

名古屋グランパスエイト Nagoya Guranpasu

Grampus im Nemen von Nagoya Grampus ist das englische Wort für das Maskottchen der Mannschaft, den Killerwal.

jleague-osaka

セレッソ大阪 Seresso Ōsaka

Cerezo Osaka: Cerezo ist spanisch für Kirschbaum, der Baum Ōsakas (大阪).

jleague-yamagata

モンテディオ山形 Montedio Yamagata

Der Name Montedio Yamagata aus der bergigen Präfektur Yamagata (山形) setzt sich aus den italienischen Wörtern monte (= Berg) und dio (= Gott) zusammen.

 

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