• Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
    Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
  • Schwerpunkt Korea
    Schwerpunkt Korea
  • Schwerpunkt China
    Schwerpunkt China
  • Schwerpunkt Japan
    Schwerpunkt Japan

Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

_______________________

pdf» Information in English (pdf)
pdf» Partner Universities (pdf)

28. Mai 2013

Ding Jinhao war hier.

29. Mai 2013

Chinesisch
丁锦昊到此一游。  Dīng  Jǐnhào dàocǐ yī yóu. (Familienname Dīng  + Brokat + weit, endlos + hierher + einmal + reisen)

Der Lendenschurz von Alexander dem Großen ist inzwischen wieder gesäubert.
(Quelle: travel.cnwest.com)

„Im Tempel von Luxor [卢克索] in Ägypten [埃及 Āijí] hat ein junger Chinese ein antikes Steinrelief mit den Schriftzeichen ‚Dīng  Jǐnhào war hier‘ bekritzelte. Der 14-Jährige platzierte seine krakelige Handschrift mitten auf dem Lendenschurz von Alexander den Großen [亚历山大大帝 Yàlìshāndà Dàdì]. …

Der Vorfall löste in China eine heftige Kontroverse über das Verhalten chinesischer Touristen im Ausland aus, das Chinas Vizepremier Wáng Yì [王毅] gerade als ‚unzivilisiert‘ kritisiert hatte. Die Eltern des Mittelschülers aus Nánjīng  [南京] entschuldigten sich nach Medienberichten vom Montag bei den Ägyptern und der besorgten chinesischen Öffentlichkeit für den Vandalismus ihres Sohnes. …

Die Reaktion war eine Welle der Empörung im chinesischen Internet, die am Wochenende eine Jagd nach dem Täter auslöste. … Die Eltern kontaktierten die örtliche Zeitung ‚Xiàndài Kuàibào‘ [现代快报] und übernahmen die volle Verantwortung, weil sie ihren Sohn schlecht erzogen hätten. Sie hätten die Kritzeleien ihres Kindes nicht bemerkt.  …

In Ägypten, hatte sich zunächst niemand sonderlich über die Kritzelei des Chinesen aufgeregt. … Auch der Generaldirektor für die antiken Stätten von Luxor, Mansur Boreik, blieb gelassen. Er sagte, der respektlose Chinese sei nicht der einzige Tourist, der dem Drang, sich in einem antiken Tempel zu verewigen, nachgegeben habe. Unweit seines Schriftzuges habe ein anderer Tourist bereits im Jahr 1890 seinen Namen eingeritzt.“
(RP-Online vom 27. Mai 2013: 14-Jähriger Chinese beschmiert Alexander den Großen)

Entdeckt wurde das Gekritzel von einem anderen chinesischen Touristen, für den dies sein „schlimmster Moment in Ägypten“ gewesen sei, so sehr habe er sich geschämt. Er stellte ein Foto ins Internet und löste damit einen Shitstorm aus. Es entbrannte eine aggressive Diskussion. Manche steigerten sich so weit hinein, dass sie sogar die Todesstrafe für solche Vandalen forderten. Geht es nicht auch eine Nummer kleiner?

Der chinesische Vizepremier Wāng Yáng (汪洋) beklagte sich über das Verhalten chinesischer Touristen im Ausland:

„Sie reden laut in der Öffentlichkeit, kratzen Schriftzeichen in Touristenattraktionen, gehen bei Rot über die Straße, spucken überall hin und zeigen anderes unzivilisiertes Verhalten.“

Dieses Verhalten schade aber dem Ansehen des chinesischen Volkes.

难怪国务院副总理汪洋前不久呼吁到国外的中国游客注意公众场合的言谈举止,做中华文明的传播者和中国形象的展示者。看来,中国人的文明素质既不是可以小觑的问题,也不是可以慢慢来解决的问题。
Nánguài guówùyuàn fùzǒnglǐ Wāng Yáng qiánbùjiǔ hūyù dào guówài de Zhōngguó yóukè zhùyì gōngzhòng chǎnghé yántán jǔzhǐ, zuò Zhōnghuá wénmíng de chuánbōzhě hé Zhōngguó xíngxiàng de zhǎnshìzhě. Kànlai, Zhōngguórén de wénmíng sùzhì jì bù shì kěyǐ xiǎoqù de wèntí, yě bùshì kěyǐ mànmàn lái jiějué de wèntí.
Es ist kein Wunder, dass der Staatsrat und Vizepremier Wāng Yáng vor ganz kurzer Zeit an die ins Ausland reisenden chinesischen Touristen appellierte, in öffentlichen Situationen auf ihre Äußerungen und Verhalten zu achten, um die chinesische Kultur zu verbreiten und einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Offensichtlich ist es kein kleines Problem mit der Zivilisationsqualität der Chinesen, das auch nicht langsam gelöst werden soll.

Ein gewisser B. Mure hinterließ einem Jahrhundert seinen dummen Namen auf den Tempel von Philae.
Ein anderer Dummkopf schrieb darunter auf Lateinisch: ... stultus est. (... ist dumm.)

Das Ganze erinnert an einem Vorfall in Rothenburg ob der Tauber, wo ein japanischer Tourist seinen Namen und seine Adresse auf eine Wand kritzelte. Andere japanische Touristen berichteten dann daheim darüber und die Medien setzten dem Mann so sehr zu, dass er noch einmal die ganze Reise auf sich nahm, um sich beim Bürgermeister von Rothenburg zu entschuldigen.  Der fand das wahrscheinlich genau so komisch wie die deutsche Presse.

Karikaturen zum Thema

travel.people.com.cnbbs1.people.com.cn
news.xinhuanet.com
zx.findart.com.cn

Kilroy war übrigens auch schon da.

Über uns

Den Kern des Instituts bilden 15 ständige Mitarbeiter. weiterlesen ...

Studium

Das Studium schließt nach acht Semestern mit dem Bachelor of Science ab. weiterlesen ...

Publikationen

Veröffentlichungen und Forschungsbeiträge aus dem Institut  weiterlesen ...

Wort des Tages

Aktuelle chinesische oder japanische Begriffe weiterlesen...

Ostasienlexikon

Schlüsselwörter aus China, Japan, Korea, Mongolei, Hongkong, Macau und Taiwan weiterlesen...

Sprichwörter

„Es gibt da ein chinesisches Sprichwort …“ – Wer kennt sie nicht, diese Einleitung? weiterlesen...