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15. Mai 2013

Trostfrauen

Japanisch
慰安婦 ianfu (Trost, Beruhigung, Zerstreuung + Frau; Dame)
従軍慰安婦 jūgun ianfu (Kriegsdienst +  Trost + Frau)

Chinesisch
慰安妇 wèi'ānfù (Trost + Frau)

Ranghohe Beamte aus Südkorea und Japan werden am Mittwoch in Seoul zusammenkommen, um gemeinsam die Geschichte der sogenannten „Trostfrauen" während des zweiten Weltkriegs aufzuarbeiten.

Mit dem verlogenen Begriff „Trostfrauen“ werden in Japan immer noch Mädchen und Frauen bezeichnet, die zwischen 1932 und 1945 mit Gewalt in die japanischen Kriegsbordelle gezwungen worden waren.
(China.org vom 14. April 2014: Südkorea und Japan wollen Zwangsprostitution aufarbeiten)


Toru Hashimoto [橋下徹 Hashimoto Tōru], der Bürgermeister der japanischen Stadt Ōsaka [大阪], verteidigt die Zwangsprostitution von schätzungsweise 200.000 Frauen im Zweiten Weltkrieg. Militärbordelle für japanische Soldaten seien notwendig gewesen, um die ‚Disziplin aufrechtzuerhalten‘, sagte er japanischen Medien. Die Äußerung hat den Streit um Entschädigungen für die sogenannten ‚Trostfrauen‘ wieder entfacht.

‚In einer Umgebung, in der Kugeln wie Regen und Wind umher fliegen, bewegen sich die Soldaten unter Lebensgefahr‘, zitieren japanische Medien das Oberhaupt der drittgrößten Stadt Japans. Wenn man in einer solchen Situation erreichen wolle, dass sich Soldaten auch mal entspannen könnten, dann sei das System der sogenannten ‚Trostfrauen‘ notwendig. ‚Jeder kann das verstehen‘, so der Mitbegründer der nationalen Partei ‚Japans Wiedergeburt‘ [日本維新の会 Nippon Ishin no Kai], die mit 57 Sitzen im Parlament vertreten ist.“
(Sonja Gillert in der Tageszeitung „Die Welt“ vom 14. Mai 2013: Bürgermeister rechtfertigt Zwangsprostitution)

Aus dem Bericht einer „Trostfrau"

„Viele Geschichten sind erzählt worden von dem Schrecken, der Brutalität, dem Leid und dem Hungern der niederländischen Frauen in japanischen Gefangenenlagern. Aber eine Geschichte wurde nie erzählt, die schändliche Geschichte von der schlimmsten Verletzung der Menschenrechte durch die Japaner während des Zweiten Weltkrieges. Die Geschichte der Trostfrauen, der jugun ianfu und wie diese Frauen gegen ihren Willen gezwungen wurden, den Mitgliedern der japanischen kaiserlichen Armee sexuelle Dienste zu leisten. In den sogenannten Trostzentren wurde ich Tag und Nacht systematisch geschlagen und vergewaltigt. Sogar der Arzt, der uns regelmäßig auf Geschlechtskrankheiten untersuchte, vergewaltigte mich jedes Mal, wenn er ins Bordell kam, um uns zu untersuchen.“

Warum „Trostfrauen"?

Die japanische Führung versprach sich durch Prostituierte eine effizientere Armee. Überdies wollte man damit die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten unter den Soldaten eindämmen. Die organisierte Prostitution sollte außerdem Vergewaltigungen an der Zivilbevölkerung verhindern.

Zu Beginn des Zweiten Weltlkrieges rekrutierten japanische Behörden Prostituierte durch Anzeigen in japanischen Zeitungen, die in den Kolonien Korea, Taiwan, Mandschuko und China verbreitet waren. Diese Methoden kamen jedoch sehr schnell an ihre Grenzen. So zwangen japanischen Militärkräfte Töchter von Männern, die die Kempeitai (憲兵隊, Heeresmilitärpolizei) angegriffen hatten, in Bordellen an der Front zu arbeiten.

Schätzungen gehen von 100.000 bis 300.000 betroffenen Mädchen und Frauen aus. Die meisten stammten aus Korea und China, aber auch aus anderen besetzten Gebieten wie Indonesien, Malaysia, Philippinen und Taiwan.

Nach 1945 wurden viele Dokumente vernichtet. Auch wurden viele Frauen vom japanischen Militär ermordet oder an der Heimkehr gehindert. Diejenigen, die zurückkehrten ihnen schwiegen aus Scham oder wurden verachtet.

 

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