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Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

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16. April 2013

Currency Cooperation in East Asia

Currency-Cooperation-in-East-Asia

Frank Rövekamp, Hanns Günther Hilpert (Ed.)

Currency Cooperation in East Asia

Berlin: Springer

ISBN: 978-3-319-03061-6

166 Seiten

“This book explores the opportunities and limits of currency cooperation in East Asia. Currency issues play an important role in the region. The Asian crisis of the late 90s was rooted in deficient currency arrangements. The Chinese RMB is not freely convertible yet, but policymakers in China nevertheless aim for a more international role of the Chinese currency. The recent change of direction in Japanese monetary policy caused a drastic depreciation of the Yen and led to warnings against a possible "currency war", thus demonstrating that currency issues can also easily lead to political frictions. Most trade in and with the East Asian zone on the other hand is still conducted in US $. Against this background different modes of currency cooperation serve the goal of smoothing exchange rate fluctuations and capital flows. They are an important element to promote financial stability and to reduce the transaction cost for foreign trade or investment. The contributions of this book analyze the environment and design of currency cooperation in East Asia and their effects from a macro- and microeconomic viewpoint.”

Preface

“Currency Cooperation in East Asia was the topic of an international conference organized by the East Asia Institute in Ludwigshafen, Germany in May 2013. The conference brought together experts from central banks and leading academics to analyze the issue of currency cooperation in East Asia from various viewpoints. The discussions were very fruitful and the contributions of the participants form the Basis of this book, which is organized in a tripartite structure: After an overview of the potential and limits of currency cooperation in East Asia the current monetary environment in the largest economies of the region, China and Japan, is explored. This is followed by a range of papers which analyze the political economy of Asian currency cooperation from various macro- and microeconomic viewpoints.

We gratefully acknowledge each author's valuable contribution to this volume as well as his or her participation in the Ludwigshafen conference of May 2013. Without their conscientious efforts this publication would not have been possible. We are also indebted to our sponsor, Deutsche Bundesbank (the central bank of the Federal Republic of Germany) for supporting the conference. Likewise we are grateful to our publisher Springer, which readily agreed to the topic and accompanied the editing process with great professional care. Finally, our assistant Katharina Dreßler deserves special mention for her efforts during the conference and the preparation of this book.” (Frank Rövekamp, Hanns Günther Hilpert)

Contents

Currency Area East Asia: Cooperation or Confrontation? (Frank Rövekamp and Hanns Günther Hilpert)

China's Financial System: Past Reforms, Future Ambitions and Current State (Patrick Hess)

Japan's New Monetary Policy: Some Critical Questions (Franz Waldenberger)

RMB Internationalisation and Currency Cooperation in East Asia (Ulrich Volz)

Regional Exchange Rate Management in East Asia: Possibilities and Limits (Kenichi Shimizu)

The Chiang Mai Process as a Case Study of Financial Cooperation in Pacific Asia: Institutional Issues and Experiences (Werner Pascha)

Reserve Policies of East Asian Central Banks: Causes, Consequences and Prospects (Andreas Steiner)

Korea-China Currency Swap-Financed Trade Settlement Facility (Jerome Shin)

Asian Currency Cooperation and the Potential Microeconomic Effects of Reduced Exchange Rate Fluctuations (Hans-H. Bleuel)

The Role of Reserve Requirements: The Case of Contemporary China Compared to Postwar Germany (Franziska Schobert and Lijun Yu)


 

Konferenz am 24. Mai 2013

Waehrungskonfernez Panel

Eröffnung der Konferenz durch Professor Frank Rövekamp

Currency Cooperation in East Asia

Währungsfragen stehen heute im Mittelpunkt des Interesses, wie wir gerade im Euroraum immer wieder feststellen müssen. Auf Initiative des Ostasieninstituts der Hochschule Ludwigshafen, das dieses Jahr sein 25jähriges Jubiläum feiert, wurden am letzten Freitag Währungsfragen der Wachstumsregion Asien diskutiert. Dafür versammelten sich Vertreter der Bundesbank, asiatischer Zentralbanken und namhafte Wissenschaftler deutscher Universitäten und Forschungsinstitute.

In Ostasien stehen heute zwei Entwicklungen im Mittelpunkt des Interesses: Zum einen verfolgt die japanische Zentralbank seit April eine extrem gelockerte Geldpolitik, um das Land durch Überwindung der Deflation in eine neue Wachstumsphase zu führen. Auf der anderen Seite ist China bemüht, seine Währung Renminbi, die noch nicht frei konvertierbar ist, zu internationalisieren. Heute noch spielt vor allem der US-Dollar eine überragenden Rolle in Asien sowohl als Handels- als auch als Reservewährung. Die anderen Länder der Region beobachten die Entwicklungen in Japan und China sorgfältig, da mit vielfältigen Rückwirkungen auf ihre eigene Geldpolitik zu rechnen ist.

Stefan Hardt, der Präsident der Bundesbank für die Hauptverwaltung in Rheinland-Pfalz und das Saarland, betonte in seiner Einführungsrede, dass bei allen währungspolitischen Aktionen das Ziel der Preisstabilität im Vordergrund bleiben müsse. Eine Aufweichung des Ziels könnte auch in Asien dazu führen, dass Zentralbanken zum Spielball politischer Interessen werden.

Über die Lage in Japan referierten Yutaka Soejima, der Vertreter der Bank of Japan und Professor Franz Waldenberger von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Während Soejima den neuen Kurs seiner Zentralbank verteidigte, wies Waldenberger auf verschiedene Risiken wie eine ausufernde Inflation und handelspolitische Spannungen mit den Nachbarländern hin. Letztlich könnten nur strukturelle Reformen wie mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt Wachstumsimpulse bringen, die Geldpolitik alleine ist damit überfordert.

Kontrovers wurden auch die Möglichkeiten Chinas zur Flexibilisierung seiner Währung diskutiert. Cao Li als Vertreterin der People‘s Bank of China zeigte diverse Maßnahmen auf, die dem Renminbi die Möglichkeit zur internationalen Nutzung eröffnen, und die zunächst in internationalen Finanzzentren wie Hongkong, Singapur und London greifen. Sandra Heep von der Universität Freiburg betonte dagegen, dass die Finanzmärkte in China noch weitgehend unter der Kontrolle der kommunistischen Partei stehen und von dieser instrumentalisiert werden. Solange das der Fall ist, wird sich der Renminbi nicht als internationale Währung durchsetzen.

In anderen Beiträgen der Konferenz wurde erörtert, wie sich der ostasiatische Währungsraum unter diesen Rahmenbedingen insgesamt entwickelt, um auch weiterhin eine hohe Wachstumsdynamik aufrechterhalten zu können. So zeigte Jerome Shin, Senior Manager der Bank of Korea, einen pragmatischen Weg auf, wie die Exporteure und Importeure seines Landes direkte Geschäfte mit China machen können, ohne dabei den Umweg über den US-Dollar zu wählen. Kenichi Shimizu vom japanischen Finanzministerium und Professor Werner Pascha von der Universität Duisburg-Essen diskutierten Möglichkeiten der Kooperation aller asiatischen Länder, die auch auf die Vermeidung von Finanzkrisen abzielen. Es zeigt sich, dass auch in Asien die Verfolgung  nationaler Interessen einer einheitlichen Politik noch im Wege steht. Weitere Beiträge auf der Konferenz befassten sich auch mit den sehr hohen Währungsreserven, die dort akkumuliert werden und mit der Frage, wie privatwirtschaftliche Unternehmen bei ihren Geschäften mit asiatischen Partnern mit den Wechselkursrisiken umgehen.

Alle Teilnehmer haben die Konferenz, die sich durch engagierte und lebendige Diskussionen auszeichnete als großen Erfolg empfunden. Die einzelnen Beiträge werden unter Herausgeberschaft des Ostasieninstituts auch veröffentlicht, wie Professor Frank Rövekamp, der Leiter des Instituts mitteilte. Rövekamp betonte auch, dass wirtschaftspolitische Fragestellungen in Ostasien, die wie Währungsfragen eine große Tragweite haben, in Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit des Instituts weiter eine große Rolle spielen werden. 

Fotos von der Veranstaltung

Currency-AulaBlick in die gut gefüllte Aula der Hochschule Ludwigshafen

Currency-Begruessung-Prof-Dallmann Currency-Prof-Waldenberger-LMU
Begrüßung durch Professor Hans-Ulrich Dallmann, Vizepräsident der Hochschule Ludwigshafen Professor Franz Waldenberger
(Ludwig-Maximilians-Universität München)
Currency-Vortrag-Soejima-BOJ Currency-Diskussionsbeitrag-Prof-Pascha-Duisburg-Essen
Vortrag von Yutaka Soejima
(Bank of Japan)
Diskussionsbeitrag von Professor Werner Pascha
(Universität Duisburg-Essen)
Currency-Prof-Waldenberger-Prof-Bleuel-Duesseldorf-Prof- Currency-Kaffeepause--Dr-Volz-Bonn-Dr-Schobert-Bundesbank
Professor Franz Waldenberger (Universität Duisburg-Essen), Professor Hans Bleuel (FH Düsseldorf) Dr. Hanns Günther Hilpert (Stiftung Wissenschaft und Politik), Dr. Ulrich Volz (SOAS, University of London und DIE), Dr. Franziska Schobert (Deutsche Bundesbank)
Currency-Prof-Wetzler-Prof-Pascha-Duisburg-Essen-Prof-Kraemer Currency-Studierende-des-OAI
Professor Peter Wetzler (Ostasieninstitut), Professor Werner Pascha (Universität Duisburg-Essen), Professor Werner Krämer (Hochschule Ludwigshafen) Studierende des Ostasieninstituts
(Johanna Kopp, Franziska Karl, Mirjam Kaufmann)

Currency- 2

Podiumsdiskussion mit Dr. Hanns Günther Hilpert, Yutaka Soejima, Professor Franz Waldenberger und Professor Frank Rövekamp

Waehrungskonferenz Group

Frank Rövekamp, Franziska Schobert, Franz Waldenberger, Yutaka Soejima, Hanns Günther Hilpert, Stefan Hardt, Kenichi Shimizu, Werner Pascha, Ulrich Volz, Andreas Steiner, Jerome Shin, Sandra Heep, Cao Li

Fotos: Christine Liew und Misako Ijima

Weitere Informationen hier.
Programm

Yen und Renminbi am Rhein

Heute Fachtagung des Ostasieninstituts zu Währungsfragen im asiatischen Raum
(Die Rheinpfalz vom 24. Mai 2013)

Mit Währungsfragen rund um die Wachstumsregion Asien geht es heute bei einer Fachkonferenz des Ostasieninstituts (OAI) der Hochschule Ludwigshafen. Vertreter wichtiger asiatischer Zentralbanken treffen auf namhafte Wissenschaftler und diskutieren und referieren über das aktuelle Thema. Die englischsprachige Veranstaltung ist öffentlich.

Warum das OAI diese Fachtagung anbietet, erklärt Professor Frank Rövekamp, Leiter des Japan-Zweiges am Institut. Einerseits seien Währungsfragen weltweit in aller Munde. Andererseits tue sich auf dem Gebiet in Asien viel. „In Japan geht wirtschaftlich die Post ab, der Aktienindex ist in den letzten Wochen um 30 Prozent gestiegen." Das hänge mit der lockeren Geldpolitik der Notenbank zusammen. Der Kurs des japanischen Yen ist gefallen, Japans Exporte verbilligen sich. „Die Frage ist: Wie nachhaltig ist das und welche Risiken sind damit verbunden?"

Ein zweiter Themenkomplex befasse sich mit Entwicklungen in China. „Es geht um die Internationalisierung der chinesischen Währung. Renminbi", sagt Rövekamp. „Wird er den Dollar im asiatischen Raum ablösen? Welche Auswirkungen hat das auf die globale Wirtschaft?"

„Es ist also höchste Zeit, dass mit richtig guten Leuten vernünftig zu diskutieren", betont Rövekamp. Oft hätten Ökonomen wenig regionale Erfahrungen in Asien. Auf der anderen Seite hätten viele Experten, die sich mit China und Japan befassen, wenig ökonomische Kompetenzen. „Dass wir hier am OAI Japan und China unter einem Dach betrachten und auch noch ökonomische Kompetenzen haben, ist unsere besondere Qualifikation und Chance." Das OAI sei daher genau der richtige Ausrichter einer solchen Konferenz.

Dem Ruf nach Ludwigshafen sind nicht nur renommierte Wissenschaftler verschiedener deutscher Hochschulen gefolgt. Auch Vertreter des japanischen Finanzministeriums, der People's Bank of China, der Bank of Korea und der Deutschen Bundesbank kommen zur Diskussionsrunde. Den Auftakt der Veranstaltung macht Stefan Hardt, Präsident der Hauptverwaltung der Bundesbank in Rheinland-Pfalz und Saarland.

Ziel der Tagung seien auch wissenschaftliche Ergebnisse, die Eingang in künftige Forschung und Publikationen finden." (unn)

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