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29. November 2012

zweihundertfünfzig

二百五 èrbǎiwǔ = Trottel (wörtlich: 250 / zwei + hundert + fünf)
 
 250
贰佰伍拾圆
èrbǎiwǔshí Yuán
250 Yuan

Auf diesem falschen Geldschein ist Dr. Máo Xīnyǔ (毛新宇博士) abgebildet, der jüngste General Chinas, der sich offensichtlich durch seine Herkunft als Enkel Máo Zédōngs (毛泽东) qualifiziert hat.
 
Máo Xīnyǔ sieht seinem berühmten Großvater ähnlich, hat aber ein erheblich höheres Kampfgewicht. Er hat angeblich mehrere Bücher geschrieben, darunter ein Werk mit dem Titel „Mein Opa Mao Zedong" (爷爷毛泽东 Yéye Máo Zédōng).
 
Gerüchten zufolge soll er von der Geistesschärfe seines Großvaters wenig geerbt haben.
 
Warum steht auf dem Geldschein die Zahl 250?

Zur Zeit der Streitenden Reiche (战国時代 Zhànguó Shídài, 475 – 220) gab es den wandernden Gelehrten Sū Qín (苏秦), dem es gelang, vom Staat Qí (齐) aus  eine Allianz gegen den aufstrebenden Staat Qín (秦) zu bilden. Dieses Bündnis war so erfolgreich, dass Qín keinen anderen Weg sah, als ihn durch einen gedungenen Mörder aus dem Weg schaffen zu lassen.
 
Noch bevor er starb sagte er zum König von Qí, wie er seinen Mörder finden könne: „Lasst im ganzen Land verkünden, dass ich ein Verräter war. Lasst meinen Leichnam von Pferden zerreißen und verkündet im ganzen Staat, dass mein Mörder eine hohe Belohnung erhalte.“

Kurz darauf erlag Sū Qín seinen Verletzungen und der König ließ bekanntgeben, dass derjenige, der den Verräter Sū Qín aus den Weg geräumt hatte, eine Belohnung von tausend Kupfermünzen erhalte. Es erschienen aber vier „Täter“, die alle die Belohnung einheimsen wollten. Der König ließ sich seinen Zorn nicht anmerken und sprach zu den vier Männern: „Ich kann jetzt nicht entscheiden, wem das Geld zusteht, deshalb ist es wohl das Beste, wenn ich es aufteile. Wieviel bekommt dann eigentlich jeder von euch?“

Die Vier waren nicht schlecht im Kopfrechnen und antworteten wie aus einem Mund: „Zweihundertfünfzig.“

Jetzt ließ der König seinem Zorn freien Lauf und rief seine Henker herbei: „Schafft mir die vier Idioten aus den Augen und macht sie alle einen Kopf kürzer!“
 
把这四个二百五推出去斩首!
Bǎ zhè sìgè èrbǎiwǔ tuīchū qù zhǎnshǒu!
 

Seitdem steht die Zahl „zweihundertfünfzig“ in der chinesischen Umgangssprache für Dummkopf oder Trottel und man findet auch heute wohl kaum jemanden, der eine Ware für 250 Rénmínbì (人民币) anbieten würde, da diese Zahl als Beleidigung betrachtet wird.
 
Die Geldeinheit, um die es in dieser Geschichte geht, waren 1.000 Kupfermünzen (diào 弔), die durch das Loch in ihrer Mitte auf eine Schnur aufgefädelt waren.
 

Redewendungen und Redensarten
chabuduo 差不多 - ganbei - 干杯 - mafan 麻烦 - kawaii かわいい - mama huhu 马马虎虎 - meng - renao 热闹 - xiuxi, xiuxi 休息,休息 - 250 二百五

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