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09. Dezember 2012

Zawchan

Завхан Zawchan (nach dem Zawchan-Fluss)

Завхан Аймаг Zawchan-Aimag
82.456 km²
81 Tausend Einw.
1,1 Einw. pro km²
Hauptstadt: Uliastai (Улиастай)

zawchan

„Hier im Nordwesten der Mongolei treffen sibirische Taiga und südlichster Dauerfrostboden der Nordhemisphäre auf Wüstensteppe und Sanddünen. Das Zusammenspiel dieser so gegensätzlicher Landschaftsformen ergeben den besonderen Reiz des Zawchan Aimags (Завхан Аймаг). Es ist durchaus möglich, am frühen Morgen im dichten Gebirgswald aufzubrechen, um dann am Abend das Lager an einem durch Sanddünen begrenzten See aufzuschlagen. …

Weiter im Norden, in der Nähe der Siedlung Otgon Tenger (…), kann man die Gastfreundlichkeit des Kurheims Otgon in Anspruch nehmen. Hier sprudeln die 30 Heilquellen, die eine Temperatur bis zu 50 Grad Celsius erreichen. Sie werden für medizinische Anwendungen benutzt, und der entstandene Kurort auf 2.500 Meter über dem Meeresspiegel ist bei den Mongolen sehr beliebt, aber auch die ausländischen Besucher sind herzlich willkommen.
(Marion Wisotzki, Erna Kappeli, Ernst von Waldenfels: Mongolei. Berlin: Trescher, 2008. ISBN 978-3-89794-117-5)

 

Zawchan ist eine Provinz im Nordwesten der Mongolei. Sie ist so groß wie Österreich, hat aber weniger Einwohner als ein Stadtteil von Wien.

 
Улиастай
Uliastai
Wappen mit der Darstellung des heiligen Berges Otgon Tenger

Stele aus der Zeit der Mandschu-Herrschaft mit der chinesischen Aufschrift „Blaue Drachenbücke“ (青龍橋 Qīnglóngqiáo)
(Foto: Wikimedia)

Die Hauptstadt Uliastai ist rund 1.115 km von der Hauptstadt Ulan Bator entfernt und war bis zum frühen 20. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum des Karawanenhandels.

Uliastai gehört zu den ältesten urbanen Punkten der Mongolei. 1733 als Garnison mandschu-chinesischer Militäreinheiten gegründet, wurde es später zum Zentrum des Generalgouverneurs für die Westmongolei. Erst 1921, nach der Unabhängigkeit der Mongolei von China, wurde Urga (Ulan Bator) Sitz der mongolischen Regierung, und Uliastai verlor seine Bedeutung.
Als Zentrum der Fremdherrschaft war Uliastai immer wieder auch Ausgangspunkt für Aufstände gegen die Besatzer.

Der Otgon Tenger Uul ist mit 4.008 Metern Höhe der höchste Berg des Changai-Gebirges (Хангайн нуруу) und der einzige Berg des Changai, der eine dauerhafte Schneekuppe trägt.

„Der weiße Riese des Changai – oder wie kommt man auf den Otgon Tenger?

Um die Antwort gleich vorwegzunehmen, offiziell gar nicht mehr. …
Grundregel Nummer eins ist ein striktes Besteigungsverbot für den Otgon Tenger, das gilt seit August vergangenen Jahres, da habe die Regierung das verfügt, auf Drängen vieler alter Leute der Region, die haben das schlechte Wetter der vergangenen Jahre damit in Verbindung gebracht, dass vornehmlich Ausländer den ‚Gott des Himmels‘, so der komplett übertragene Name für den Berg, sozusagen auf den Kopf gestiegen sind.“
(Reiseberichte Mongolei)

 Отгонтэнгэр
Otgon Tenger Uul
 Bretter für die Gebete in Richtung Otgon Tenger
(Foto: Wikimedia)

„Nicht nur Liebende verschlägt es seit Jahrhunderten zu diesem Berg um sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Blume ‚vansemberuu zu begeben. Pilger wie Glücksuchende scheuen den bisweilen kräftezehrenden Aufstieg nicht - glauben sie doch fest an die heilige und glückbringende Kraft dieser seltenen Pflanze. Und den weniger Gläubigen bietet sich nach der Überwindung von 2000 m Höhenunterschied ganz nebenbei ein phantastischer Ausblick über die Weite der mongolischen Landschaft.“
(Mongolei Special Tours)

(Foto: Wikimedia)

1955 eroberten mongolische Alpinisten zum erstenmal den Gipfel des Berges, heute ist es untersagt, ihn zu besteigen. Auch wenn es den geübten Bergwanderer reizt, sich auf den Weg zur schneebedeckten Kuppe zu machen, so sollte man das Gebot respektieren. Der Otgon Tenger ist für viele Mongolen ein besonders ehrwürdiger, heiliger Berg. ...
Der Otgon Tenger ist der Berg Ochirwaan (Vajrapani), der Berg des Schutzgottes aller Mongolen. Seit 1779 wird er als solcher verehrt, und 1995 wurden die alten Rituale wieder aufgenommen.“

(Wisotzki, Kappeli, von Waldenfels: Mongolei. Berlin: 2008. ISBN 978-3-89794-117-5)

 

Aimags (Аймаг)der Mongolei

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