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Wir begrüßen unsere neue Dozentin für Koreastudien, Frau Shiny Park.

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09. Dezember 2012

Yung-lo

永樂 Yǒnglè (ewig + Freude)
朱棣 Zhū Dì (Geburtsname)
太宗 Tàizōng (Höchster Ahn; Tempelname)
成祖  in Chéngzǔ (Vollendeter Ahn; Tempelname ab 1538)

1360 – 1424
1402 – 1424 (Regierungszeit)

 

Der Yǒnglè-Kaiser
(Bild: Wikimedia)

„Kaiser Yǒnglè formte aus der nomadischen Zeltburg eine Metropole, die sich sehen lassen konnte. Er baute Stadtmauern, Tempel, Parks und im Herzen seinen eigenen Palast mit 9 999 Zimmern. Bis heute sieht die "nördliche Hauptstadt" - so die wörtliche Übersetzung von Peking - auf dem Stadtplan aus wie das Produkt linealbewaffneter Stadtplaner, die nichts dem Zufall überlassen haben.“
(http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0802/magazin/0001/index.html)

Yǒnglè war der bedeutendste Herrscher der Ming-Dynastie (明朝 Míngcháo, 1368 - 1644). Er stürzte seinen Neffen vom Thron und gründete die neue Hauptstadt Peking (北京 Běijīng).
 
Der Dynastiegründer, der Hóngwǔ-Kaiser (洪武) überwachte die Ausbildung seiner Söhne streng. 1370 schuf er für seine Söhne Fürstentümer an den Grenzen. Damit wurde Zhū Dì im Alter von zehn Jahren zum Prinzen von Yān (燕) ernannt; jene Region im Norden, deren Regierungssitz die Yuan-Hauptstadt war und heute Peking heißt. Bereits als jungen Mann hielt der Hof den Prinzen Zhū Dì für einen der fähigsten Söhne des Kaisers, der besondere Aufmerksamkeit von seinem Vater erhielt. Er wurde aber bei der Thronfolge übergangen und putschte sich an die Macht.
 
Unter allen Projekten Yongles gehören die Fahrten der Schatzflotte zu den beeindruckendsten. Sie transportierte angeblich mit etwa 300 Schiffen 33.000 Personen. Als Oberkommandierenden wählte Yongle seinen Hofeunuchen Zhèng Hé (鄭和), weil er Moslem war, denn er sollte vornehmlich Kontakt mit Gebieten aufnehmen, in denen der Islam vorherrschend war. Zhèng Hé erwarb unter anderem in Dschidda für seinen kurzsichtigen Kaiser einen Satz Brillen aus Venedig, eine Erfindung, die in China bis dahin unbekannt war.

Ein Mann, vier Namen
  1. 朱棣 Zhū Dì (Familienname Zhū + Kerria japonica): Der Geburtsname des Kaisers wurde zum Tabu, denn als Gott hatte er keinen Namen mehr. Zum Glück war sein Name (棣) nicht sehr gebräuchlich.
  2. 永樂 Yǒnglè (ewige Freude): Zhū Dì bestieg 1402 mit zweiundvierzig Jahren den Thron und nahm die Regierungsdevise „ewige Freude“ an.
  3. 太宗 Tàizōng (höchster Ahn): Nach seinem Tod erhielt er den Tempelnamen Tàizōng, ein Ehrenname, der einem starken Nachfolger eines Dynastiegründers gewährt wird.
  4. 成祖 Chéngzǔ (Vollendeter Ahn): Kaiser Jiajing (嘉靖, 1507 - 1567), änderte 1538 den Namen in Chéngzǔ. Zǔ ist ein ehrenvolles Wort für Ahnherr und steht eigentlich nur Dynastiegründern zu.

Yongle-Enzyklopädie
(Bild: Wikimedia)
 
Die Yongle-Enzyklopädie (永樂大典 Yǒnglè Dàdiǎn) wurde von über 3.000 Gelehrten erstellt und 1408 fertiggestellt. Sie sollte das gesamte Wissen der Zeit umfassen und hatte 11.095 Bände, von denen heute nur noch 400 Bände existieren. Die Enzyklopädie war zu umfangreich, um je gedruckt zu werden. Daher wurden nur wenige Exemplare hergestellt. Das Originalmanuskript behielt der Kaiser. Was damit geschah, gibt es vier Vermutungen:
  1. Es wurde bei einem Brand in Nanjing zerstört;
  2. es verbrannte in der Verbotenen Stadt;
  3. es wurde am Ende der Ming-Dynastie zerstört;
  4. es wurde versteckt.
 Himmelssöhne 天子
Chien-lung 乾隆 - Erster Kaiser 秦始皇帝 - Hui-tsung 徽宗 – Kang-hsi 康煕 – Ming-huang 明皇 - Pu Yi 溥儀 - Wang Mang 王莽 - Wu Tse-tien 武則天 - Yung-lo 永樂

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