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09. Dezember 2012

Yen

円 En
Währungssymbol: ¥
 
yen
 
„Wenn revolutionäre Regime ihrer Bevölkerung den Epochenwechsel einhämmern wollen, dann bauen sie beispielsweise das Schulsystem um oder führen eine neue Währung ein. Meiji-Japan tat beides.

Um das neue Geld wirklich westfähig zu machen, heuerte das japanische Finanzministerium einen Europäer an. Der Italiener Edoardo Chiossone
[エドアルド・キヨッソーネ, 1833 - 1898] baute die japanische Gelddruckerei auf, entwickelte ein neues Papier und schuf in 23 Jahren 500 Gravuren für Brief- und Steuermarken, Aktien und Obligationen und vor allem für Banknoten. Als ausgezeichneter Maler führte er auch das offizielle Politikerporträt in Japan ein. Noch heute ziert eine seiner Arbeiten, das Bild des Polit-Theoretikers Fukuzawa Yukichi [福沢諭吉, 1835 - 1901], die 10.000-Yen-Note.“
 
1945, nach der japanischen Kapitulation, brach der Yen zusammen. Erst 1949 gelang es, die Hyperinflation zu stoppen, der Yen wurde zum Kurs von 360:1 an den US-Dollar gebunden. Dieser feste Kurs zum US-Dollar hatte Bestand bis 1971.

In den 1970er Jahren übte Washington Druck auf Tokio aus, den Yen aufzuwerten. Immer wieder. Der Kurs verzerre die Realitäten und verhelfe der japanischen Industrie zu unfairen Exportvorteilen, nörgelte Washington.
 
Tokio gab dem Druck erst 1985 mit dem sogenannten Plaza-Abkommen nach: Der Yen stieg, den Handelsbilanzüberschuss Japans mit den USA beeinflusste dies freilich kaum. Die amerikanischen Konsumenten kauften weiterhin ‚japanisch’, nicht mehr wegen der Preise, sondern wegen der Qualität.

Was damals mit dem Yen geschah, hat sich später mit dem Taiwan-Dollar
[臺幣 Táibì] wiederholt und geschieht heute mit dem chinesischen RMB [人民币 Rénmínbì, Volkswährung]. Immer wieder sprechen amerikanische Politiker in Beijing vor, um die Chinesen zu einer Aufwertung zu überreden.
(Christoph Neidhart: Die Kinder des Konfuzius. 2008. ISBN 978-3-451-03006-2)

yen-500

 
 

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