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09. Dezember 2012

Yayoi

弥生 Yayoi

4. Jahrhundert v. u. Z. bis 3. Jahrhundert v. u. Z.

Das Heiligtum im Ise-Schrein (伊勢神宮; Ise-Jingū) wird alle zwanzig Jahre identisch auf einem daneben liegenden zweiten Platz neu errichtet, das alte Gebäude wird angezündet. Archäologische Ausgrabungen von Yayoi-Dörfern haben bewiesen, dass der Baustil dieses Holzschreins tatsächlich dem der Yayoi-Zeit entspricht.

Ihren Namen verdankt sie der ersten Fundstelle einer neuen Keramikart, die in einem Vorort von Tōkyō (東京) gefunden wurde. Diese neue Keramik unterscheidet sich in Form und Gestaltung sehr von der der Jōmon-Zeit (縄文時代 Jōmon jidai, 10.000 -  300 v. u. Z.) Sie ist nun wesentlich schlichter und härter, da sie bei höheren Temperaturen gebrannt wird.

yayoi-keramik

Im Gegensatz zu den Jomon-Leuten, die offensichtlich keine besonderen Bestattungsriten kannten, begruben die Yayoi (benannt nach dem Tokyoter Stadtdistrikt, wo man ihre Keramik fand) ihre Toten nach uraltem chinesischen Brauch in sargähnlichen Kisten oder gewaltigen Urnen aus gebranntem Lehm.

Etwa zur Zeit von Christi Geburt scheinen andersartige Bronzegegenstände mit sehr geringer Zinnbeimischung aufgetaucht zu sein. Vermutlich hatten Neuzuwanderer aus China oder Korea Neues mitgebracht. Die Dörfer, die vor allem vom Reisanbau lebten, schlossen sich zu Kleinstaaten zusammen. Werkzeuge wurden vielfältiger, an die Stelle einfacher Hütten traten Häuser. Die Vermischung mit neuen Rassen führte damals offensichtlich zu einer ‚Mongolisierung’ der Einheimischen und verlieh ihnen das heute noch für den Bauernstand typische Aussehen.

Anhand der chinesischen Dokumente lässt sich eine hierarchische Gesellschaftsstruktur nachweisen:

  1. Die Uji (氏, Klan oder Sippe) bildeten die Oberschicht. Der Sippenälteste besaß eine patriarchale Stellung und war oberster Priester bei Zeremonien. Die Uji trugen zudem Familiennamen.
  2. Die Be (部) bildeten die Arbeiterklasse, die sich auch in Gemeinschaften zusammenschlossen. Sie waren zwar prinzipiell frei, standen jedoch im Dienste der Uji.
  3. Die Yakko (奴) war die Sklavenklasse. Sie gehörten den Uji und machten etwa 5 % der Gesamtbevölkerung aus.
 

Epochen der japanischen Geschichte
Jomon 縄文 (- 300 v. u. Z)  - Yayoi 弥生 (- 250 v. u. Z) - Kofun (– 538) 古墳 – Asuka 飛鳥 (- 710) - Nara 奈良(- 794) - Heian 平安 (- 1185) - Kamakura 鎌倉 (- 1333) - Muromachi 室町 (-1573) - Azuchi-Momoyama 安土桃山 (1603) - Edo 江戸 (1868)
Meiji 明治 (- 1912) – Taisho 大正 (- 1926) – Showa 昭和 (1989) – Heisei 平成

 

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