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09. Dezember 2012

Yasukuni-Schrein

靖国神社 Yasukuni Jinja (Schrein des ruhigen Landes)
 

Haupthalle des Yasukuni-Schreins
(Foto: Wikimedia)
 

„Der Yasukuni-Schrein in Tokyo ist auch bei uns dem interessierten Zeitungsleser bekannt. Der Schrein sorgt immer dann für Schlagzeilen, wenn sich China oder Korea bitter darüber beschweren, dass ihn wieder einmal ein japanischer Premierminister aufgesucht hat, um die Seelen der seit 1853 in verschiedenen Kriegen gefallenen japanischen Soldaten zu ehren.“
(Gert Anhalt: Zeit für Japan. Reportagen aus einem unbekannten Land. 2005. ISBN: 978-3765814822)

Torii mit Laternen bei Nacht
(Foto: Wikimedia)

In den 1970er Jahren begannen einzelne Premierminister damit, dem Schrein am 15. August, dem Jahrestag der Kapitulationserklärung (終戦記念日 shūsen kinenbi, Tag zur Erinnerung an das Kriegsende), einen Besuch abzustatten. Zwar betonte jeder Premierminister, dass dies ein rein privater Besuch sei, aber die Besuche polarisieren die Wählerschaft. Regelmäßig wird diskutiert, ob ein solcher Schreinbesuch (神社参り Jinja-mairi) nicht gegen die Verfassung verstößt, in der die Trennung von Religion und Staat festgeschrieben ist.

Das tiefe Verbeugen vor den Göttern des Schreins symbolisiert einzig Respekt gegenüber den im Kampf getöteten Japaner. Gefallene Gegner oder gar zivile Opfer im ehemals riesigen Machtgebiet von Beringmeer bis Australien ehrt man hier ebenso wenig wie anderswo in Japan. Japanische Politiker, die hier beten, wissen um die Signalkraft ihres Handelns – und rechnen mit scharfen Protesten, denn der Yasukuni ist weit mehr als ein patriotisches Kriegerdenkmal.

Die Opfer erhoben sie zu Göttern
Zu den rund 2,5 Millionen verehrten Seelen zählen auch Zehntausende von zwangsrekrutierten Koreanern und Chinesen. Viele von ihnen waren Christen und durch Kolonialisierung Japaner zweiter Klasse. Sie alle wurden zu shintoistischen Göttern erhoben, um ihnen Frieden zu schenken. Trotz des Protests ihrer Familien können sie nicht mehr in den Rang normaler Sterblicher zurückkehren. Ihr Name kann auch nicht aus den Listen gelöscht werden. Dies ist ein ständiger Streitpunkt zwischen den Ländern.“
(Christine Liew im Focus-Online vom 14. August 2013: China protestiert gegen Kriegsschrein-Besuch)

     
 軍犬慰霊像
gunken ireizō
Statue zur Beruhigung der Seelen der Armeehunde
 戦歿馬慰霊像
sembotsuma ireizō
Statue zur Befriedung der Seelen der gefallenen Pferde
鳩と地球儀
hato to Chikyūgi
Taube und Globus
Statue zu Ehren der Brieftauben
 (Foto: Wikimedia)  (Foto: Wikimedia)  (Foto: Wikimedia)
 
 

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