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21. November 2012

Xia-Dynastie

夏朝 Xiàcháo
ca. 2200 - ca. 1800

dy-xia

Als der Himmel herabstürzte und das Land überschwemmt wurde, eilte der Große Yu (大禹 Dà Yǔ) der Menschheit zu Hilfe. Wegen dieser Verdienste verzichtete der von ihm selbst ausgewählte Nachfolger zugunsten von Yus Sohn auf die Nachfolge. Dies war der Wechsel vom Wahlkönigtum zum Erbkönigtum. Damit begann aber auch der sogenannte dynastische Zyklus, an den Geschichtsschreiber fest glaubten. Der erste Herrscher einer Dynastie ist ein Weiser; seine unmittelbaren Nachfolger sind würdige Söhne, dann kommen nachlässige Herrscher und schließlich Tyrannen.  Das Volk erhebt sich, ein neuer Held tritt auf, die Dynastie ist gestürzt: das „Mandat des Himmels“ ist erloschen.
 
Für den Fall der Dynastie wird König Jié (桀) verantwortlich gemacht. Als Tributgeschenk erhielt Jié ein Barbarenmädchen namens Mèixǐ (妹喜), die gar nicht zu den Frauen des Hofes passte, die sich gesittet verhielten. Mèixǐ aber legte ihre rauen Sitten nicht ab, was den König sehr beeindruckte. Zusammen suchten sie immer verrücktere Vergnügungen. So ließen sie angeblich einen „See aus Wein“ anlegen, in den Beamten steigen mussten, um soviel zu trinken, bis sie untergingen, während die beiden das Schauspiel beobachteten. Am Ende weigerten sich die Soldaten, ihren König zu verteidigen, Jié und Mèixǐ wurden in einem Boot ausgesetzt und vom Himmel verschlungen.
 
Die Xia-Dynastie gilt als erste von 29 Dynastien Chinas. Ihre Existenz wird jedoch von vielen Historikern bezweifelt. Schriftlichen Berichte über die Xia-Dynastie liegen nämlich erst im Abstand von über 1000 Jahren vor.
Auch wenn die Xia-Dynastie archäologisch nicht zu belegen ist - der Name Xià kommt auch nicht auf den Schildkrötenpanzerorakeln der nachfolgenden Shang-Dynastie (商朝 Shāngcháo) vor -, so wird man sie doch nicht als Fantasieprodukt abtun können. Die Funde aus der Shang-Dynastie, lassen die Vermutungen über eine vorangegangene Entwicklungsstufe, die mit der Dynastie der Xià identisch sein könnte, nicht ganz ungerechtfertigt erscheinen.
 

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