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09. Dezember 2012

Wang Jingwei

汪精衛 Wāng Jīngwèi

1883 - 1944

„‚Mein Kaiser, es ist uns eine Ehre sie im Senat zu dieser außerordentlichen Sitzung empfangen zu dürfen,’ erklärte Außenminister Hirota Kōki [広田 弘毅], als Kaiser Hirohito [裕仁] den Raum betrat.
‚Als besonderen Gast in dieser Sitzung möchte ich ihnen allen nun Wāng Jīngwèi vorstellen, ein Mitglied der Nationalchinesischen Regierung
[中華民國  Zhōnghuá Mínguó],’ erklärte Kaiser Hirohito da sich alle anderen Anwesenden schon aus vorangegangenen Senatssitzungen kannten.
‚Er teilt unsere Ansichten von einem Asien der Brüdervölker, die sich gemeinsam Wohlstand für ihre Bevölkerungen erarbeiten und ihren geknechteten Brüdern und Schwestern in den Europäischen Kolonien zur Freiheit verhelfen wollen,’ fuhr der Kaiser fort und übergab das Wort an Wāng Jīngwèi, von der Nationalchinesischen Regierung.
‚Meine Herren, ich stehe heute vor ihnen, als Repräsentant des wahren Chinas, des Chinas Sun Yat-sens
[孫逸仙 Sūn Yìxiān] und seiner ‚Drei Prinzipien des Volkes’ [三民主義 sānmínzhǔyì]: Nationalismus, Demokratie und Staatssozialismus. Chiang Kai-shek [蔣介石, Jiǎng Jièshí] lehnt als rücksichtsloser Diktator Chinas diesen Traum aller Chinesen ab. Er würde lieber Krieg gegen die Mongolei, Mandschurei und Tibet führen, als mit ihnen zusammen in der von den Japanern vorgeschlagenen Großostasiatischen Wohlstandssphäre [大東亜共栄圏 Daitōa Kyōeiken] zu leben, den er akzeptiert keine Macht neben sich. Ich bin heute hier ein anderes China zu repräsentieren, ein China das mit seinen Brüdern Seite an Seite für Freiheit und Wohlstand stehen möchte, ein China das mit seinen Brüdern gemeinsam das Zeitalter des europäisch-rassistischen Kolonialismus beenden will, um den Völkern Asiens Freiheit zu gewähren,’ sprach Wāng Jīngwèi woraufhin ein lautstarker Applaus der anderen Anwesenden ausbrach.“
(http://www.heartsofiron.de/interaktiv/phpBB2/viewtopic.php?f=9&t=20165)
wang-jingwei-flagge
Wāng Jīngwèi gilt in China bis heute als einer der großen Vaterlandsverräter. Mit einem Stipendium studierte er in Tokyo. 1905 stieß er zu Sun Yat-sen und gab in Japan für chinesische Studenten eine revolutionäre Monatsschrift heraus. Obwohl die kaiserliche Regierung ein Kopfgeld von 100.000 Dollar auf eine Ergreifung ausgesetzt hatte, kehrte Wang heimlich nach China zurück und plante ein Attentat auf den Prinzregenten (醇親王). Das Attentat missglückte, Wang wurde verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. Er saß allerdings nur ein Jahr im Gefängnis und wurde während der Revolution im Jahr 1911 befreit.
 

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