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10. Dezember 2012

Vorort

郊区 jiāoqū



蘭亭
Lántíng
(Foto: Wikimedia)
 
Fehler machen wir alle, aber was sich der Versicherungsfachwirt Thomas Koch vom acteam interNETional GmbH in Mönkeberg leistet, zeugt davon, dass man beim Zitieren doch etwas genauer hinschauen sollte:

„Tang Tai Zong war ein glühender Verehrer von Kalligraphien (Wikipedia: ‚…..die Kunst des ‚Schönschreibens‘ von Hand, mit Federkiel, Pinsel, Tinte oder anderen Schreibutensilien.‘) und in diesem Zusammenhang hatte es ihm eine ganz besonders angetan, dessen Titel ‚Der Vorort von Lanting‘ lautete. Diese Kalligraphie befand sich im Besitz eines Mönchs mit dem Namen Bian Cai und Tang Tai Zong hatte keine Hoffnung, dass der Mönch ihm das Bild verkaufen würde. Daher ersann er eine List, um sich in den Besitz des Bildes zu bringen.“
(Thomas Koch: 17. Strategem)

Her Koch hat offensichtlich seine Lesebrille verlegt als er aus Harro von Sengers voluminöses zweibändiges Standardwerk „Strategeme“ (ISBN 978-3-596-15660-4) zitierte und uns etwas von einem „Vorort von Lanting“ erzählt. Uns ist kein bedeutender Ort namens Lanting und noch weniger dessen Vorort bekannt. Was Harro von Senger erwähnte war der „Vorwort zum Orchideenpavillon“ und „Orchideenpavillon“ heißt auf Chinesisch „Lántíng“. Herr Koch machte überdies aus dem „Vorwort“ einen „Vorort“ und schon ist die Verwirrung perfekt.

Das „Vorwort zum Orchideenpavillon“ (蘭亭序 Lántíng xù) ist der Titel der berühmtesten chinesischen Kalligrafie. Sie wurde 353 vom Meisterkalligrafen Wáng Xīzhī (王羲之) zu Papier gebracht und gilt bis heute als unübertroffen. Sein Meisterwerk besteht aus 324 Schriftzeichen in 28 Zeilen. Wie groß die Verehrung für dieses Schriftstück war, beweist die Tatsache, dass der Tàizōng-Kaiser sich damit begraben ließ. Damit ging es auch für die Nachwelt verloren. Was wir heute bewundern, sind alles Kopien.

Der Tangkaiser Tàizōng (唐太宗, Táng Tàizōng; 599 - 649) regierte von 626 bis 649.
 
orchideenpavillon-text orchideenpavillon-yong
 
 

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