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09. Dezember 2012

Tu Fu

杜甫 Dù Fǔ (Familienname: Dù)
712 - 770
 
„Zwischen blühenden Chrysanthemen, unter steilhohen Fichten,
sitzen zwei fröhliche Freunde und dichten;
sie nennen sich Li-tai-pe
[李太白 Lǐ Tàibái] und Thu-fu [Dù Fǔ],
lachen, trinken Reiswein und prosten sich zu.“

(http://www.stumpfeldt.de/hcn/hcn8/dct.html#dct8_1; in einem Schauspiel von Arno Holz: „chinesisches Zimmer“)

 
Dù Fǔ war einer der wichtigsten Dichter der chinesischen Tang-Dynastie (唐朝 Tángcháo, 618 - 907) und Zeitgenosse des Dichters Lǐ Bái (李白, 701 - 762). Im Gegensatz zu den Gedichten Lǐ Báis stellten seine Gedichte häufig einen politischen Protest dar. Er beschrieb soziale Ungerechtigkeit, Hungersnot und Chaos aus der Sicht einfacher Menschen. Die Handlung verlegte er dabei gern ein paar Jahrhunderte zurück. Dù Fǔs Leben lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: „Er war ein pietätvoller Sohn, ein liebevoller Vater, ein treuer Ehemann, ein loyaler Freund, ein pflichtbewusster Beamter und ein patriotischer Untertan.”
 
春望
chūnwang
Sehnsucht nach Frühling
國破山河在,
guó pò shān hé zài
Das Reich ist verwüstet, aber die Berge und Flüsse bestehen weiter.
城春草木深。
chéng chūn cǎo mù shēn
In der Stadt der Frühling, dichter werden Gräser und Bäume.
感時花濺淚,
gǎn shíhuā jiàn lèi
Ich denke zurück an die (schwere) Zeit, da fallen auf die Blumen Tränen.
恨別鳥驚心。
hèn bié niǎo jīng xīn
Ich bin traurig über die Trennung, da schrecken Vögel mein Herz auf.
烽火連三月,
fēng huǒ lián sān yuè
Signalfeuer brennen schon drei Monate lang.
家書抵萬金。
jiā shū dǐ wàn jīn
Ein Brief von daheim wäre zehntausend Goldstücke wert.
白頭搔更短,
bái tóu sāo gèng duǎn
Weiß ist mein Haupt, ich durchstreich’s, es ist schütterer geworden.
渾欲不勝簪。
hún yù bù shèng zān
Nicht mehr zusammenhalten kann es die Nadel.

Dieses Gedicht schrieb Du Fu nach der katastrophalen An Lushan-Rebellion, die dazu führte, dass er die letzten 15 Jahre seines Lebens in ständiger Rastlosigkeit verbringen musste. Ān Lùshān (安祿山; 703 - 757) begann einen verheerenden Aufstand, der von 755 bis 763 dauerte und den Untergang der Tang-Dynastie einleitete.

Er ließ die Hauptstadt plündern, der Kaiser floh und musste auf der Flucht hilflos seine Konkubine Yang Guifei (楊貴妃) auf Druck seiner Garde hinrichten lassen, da man sie für den Aufstand verantwortlich machte.  Während des Aufstandes sollen 36 Millionen Menschen ums Leben gekommen sein, fast ¾ der damaligen Bevölkerung Chinas.
 

chinesische Dichter
Han Yu  韓愈 - Li Ching-chao 李清照 - Li Tai-po 李白 - Po Chü-i 白居易 - Su Tung-po 蘇東坡 - Tao Yuan-ming 陶淵明 - Tu Fu 杜甫

 

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