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08. Dezember 2012

Tokaido

東海道 Tōkaidō (Osten + Meer + Weg)
 

Tōkaidō
(Foto: Wikimedia)
 

„Vom Tōkaidō war nicht nur der Arzt Engelbert Kaempfer [1651 - 1716 ] fasziniert. Dank der Vorsorge der Shōgune [将軍] war der Tōkaidō gepflegt und gesichert wie keine zweite Straße; war in der Breite genormt, mit schattenspendenden Bäumen bepflanzt, durch Kontrollen und Sperren gegen Mißbrauch gesichert. Und überdies wohl ausgestattet mit Poststationen, in denen Pferde bereitstanden für die Staatskuriere; Träger für die Sänften der Vornehmen, der Damen, der Wohlhabenden; und Lastenkulis für die Güter der Kaufleute. Tatsächlich gab es zu Kaempfers Zeit in ganz Europa keine Überlandstraße, die mit dem Tōkaidō hätte konkurrieren können.

Kaempfer schrieb in seinen Büchern: ‚Diese Straße ist so breit, dass zwei Reisekolonnen aneinander vorbeiziehen können, ohne sich im mindesten zu behindern. Nicht mal die Züge der Daimyōs [大名]: fünfhundert Personen oder auch tausend und mehr, mit Pferden und Sänften und Gepäck. Aber was mich am meisten beeindruckt: ihr welch einer regelmäßigen, schönen Ordnung eine solch große Menge Volks einherzieht, ohne Durcheinander, ohne Geschrei, ja ohne den geringsten Lärm. Man hört nur das leise, gleichmäßige Geräusch, das aus der Bewegung der Menschen und Pferde entsteht und dem leichten Rauschen der Kleidung. Es ist eine merkwürdige Feierlichkeit - um solch einen Daimyō-Zug.’“
(Horst Eliseit: Mein Japan-Buch: abseits der breiten Straßen .1981. ISBN 3-548320368)

Der Tōkaidō war eine der wichtigsten Handelsstraßen (Kaidō 街道) des alten Japan und verband Edo (江戸, das heutige Tōkyō 東京) mit der Kaiserstadt Kyōto (京都). Beauftragte des Shōgun und der Daimyō sorgten für die Instandhaltung des Straßennetzes, wobei allerdings die Brücken manchmal vernachlässigt wurden, um damit Truppenverlegungen in feindlicher Absicht vorzubeugen.

„‚Die Heerstraßen des Landes sind täglich mit einer unglaublichen Menge Menschen und zu einigen Jahreszeiten so stark wie die Gassen in einer europäischen volkreichen Stadt angefüllt; von dem beschriebenen Tokaidō, der unstreitig der vornehmste der sieben Hauptwege ist, kann ich das aus Erfahrung bezeugen, weil ich ihn viermal passiert habe. Dieses verursachen teils die starke Anzahl der Einwohner des Reiches, teils die vielen Reisen, die sie, wider die Gewohnheit anderer Nationen, anstellen.’“
(Engelbert Kaempfer in Irmtraud Schaarschmidt-Richter und Eberhard Grames: Japanische Impressionen. Schaffhausen. Edition Stemmle, 1988. ISBN: 3-7231-9372-3)

 

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