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08. Dezember 2012

Tibet

西藏 Xīzàng (Westen + Tibet)

西藏自治区 Xīzàng zìzhìqū (Tibet + selbst + regieren + Gebiet)
བོད་རང་སྐྱོང་ལྗོངས་ bod rang skyong lbyongs
1.268.947 km²
3,9 Millionen Einwohner
2,4 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Lhasa (拉萨 Lāsà)

 

„Jedem, der als Kind mit faszinierten Augen einen Globus vor sich hat drehen lassen, wird es wissen. Tibet ist schon aufgrund seiner geographischen Gegebenheiten ein besonderes Land. Inmitten der asiatischen Landmassen, sämtlich aufgrund ihrer eher tieferen Lage auf dem Globus grün dargestellt, zeigen sich seine Höhen in Gelb-Beige bis Weiß, unverkennbar das höchste und gewaltigste Hochplateau dieser Erde.“
(Olaf Schubert, Tierry Dodin: Tibet. 2003. 3-475-53330-8)

„Bei dem Gedanken an Tibet stellt man sich die höchsten azurblauen Himmel vor, gelassene drokpas (Nomaden) auf ihren Pferden, Tempel von der Größe eines Stadtstaates, Ströme orange und rot gekleideter Mönche und flatternde Gebetsfahnen im Wind. Tibet nimmt ein Achtel der Fläche Chinas ein - es ist fast sechsmal so groß wie Deutschland! -, ist aber bloß die Heimat von gerade einmal 2,7 Mio. Menschen.“ ()

„Kaum eine Weltgegend erscheint derart mit Mythen, Lügen und Täuschungen vernebelt wie Tibet. Es ist als paradiesisches Shangri-la verklärt und als feudalistische Hölle verflucht, als Reich esoterischer Weisheit und als Pfuhl schwarzer Magie beschrieben worden, seine Menschen werden von manchen als friedliebende Buddhisten, von anderen als aggressive Separatisten deklariert - und es lässt sich nicht einmal behaupten, die Wahrheit liege in der Mitte.“
(Kai Vogelsang: Geschichte Chinas. Stuttgart: Reclam, 2012. ISBN 978-3-15-010857-4)

 

chinesische Sicht der Dinge: Befreiungsdenkmal in Lhasa
(Foto: Wikimedia)

Seit 1720 war eine Garnison chinesischer Soldaten in Lhasa stationiert. Auch auf das Findungs-Ritual eines neuen Dalai Lama nahmen sie Einfluss. Während des 19. Jahrhunderts lebten die Menschen in einem feudalen System. Die Klöster besaßen den Hauptanteil des Landes und zogen Abgaben ein. Jede Reise in Tibet war beschwerlich. Es gab in Tibet zudem fast nichts, mit dem die Chinesen Handel hätten treiben können.  So verweilten zur Zeit des Einmarsches Chinas im Jahr 1950 dort nur sechs Ausländer, darunter auch die Österreicher Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter.

Aus Sicht der chinesischen Regierung ist Tibet seit mehreren hundert Jahren ein fester Bestandteil Chinas. Die Unabhängigkeitserklärung von 1913 ist aus ihrer Sicht nie wirksam geworden, da sie weder von China noch von irgendeinem anderen Staat je anerkannt wurde. Die tibetische Exilregierung ist der Ansicht, dass Tibet zum Zeitpunkt der Invasion ein unabhängiger Staat gewesen sei.

ལྷ་ས་
Lhasa
གཞིས་ཀ་རྩེ་
Xigazê (gzhis ka rtse)
拉萨
Lāsà
日喀则
Rìkāzé
Der Bedeutung des Names Lhasa wird heute in der Regel mit tibetisch „Götterort“ angegeben. Der Ort trug auch den Namen (tib.:) rva-sa, womit eine umzäunte Weide gemeint war. Letztendlich ist auch zu beachten, dass tib.: lha auch die Bezeichnung für die als göttlich angesehen tibetischen Könige war, so dass Lhasa zunächst als „Ort der Könige“ verstanden wurde und später eine Umdeutung in „Götterort“ erfahren hat.
(Foto: Wikimedia)
Xigazê bzw. Shigatse ist die zweitgrößte Stadt Tibets, wobei festzuhalten ist, dass es in Tibet nur zwei Städte gibt. Die Stadt liegt auf 3.840 Meter  Höhe und ist damit die höchstgelegene Stadt Chinas.
(Foto: Wikimedia)
པོ་ཏ་ལ་
potala
ཇོ་ཁང། གཙུག་ལག་ཁང།
jo khang, gtsug lag khang
In Lhasa liegt der Potala-Palast, einst Winterresidenz des Dalai Lama und Wahrzeichen Tibets. Der erste Palastbau wurde 637 von König Songtsen Gampo für seine chinesische Frau Wen Cheng auf dem „Roten Berg“ angelegt. Die Kulturrevolution überstand der Potala-Palast vergleichsweise unversehrt, da der Palast als Unterkunft der chinesischen Besatzungsarmee herhalten musste.
(Foto: Wikimedia)
Hauptheiligtum in Lhasa ist der Stadttempel Jokhang. Der Legende nach wurde er 639 von König Songtsen Gampos nepalesischer Gemahlin Bhrikuti errichtet, nachdem der an dieser Stelle gelegene Milchsee mit Hilfe der Divination seiner chinesischen Gemahlin Wen Cheng trocken gelegt worden war.
(Foto: Wikimedia)
 

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