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08. Dezember 2012

Tatami

畳 tatami
 
 
„‚Ein bisschen klein, oder?’, fragte ich in den Raum. ich blickte über die Schulter und sah meinen Vermieter skeptisch an. Für eine komplette Drehung des Körpers war der Raum zu klein. ‚Ach was’, sagte mein Vermieter, ‚der Raum ist satte drei tatami groß!’

Ich fragte mich immer noch, ob die Tatami ein Stamm eines Zwergenvolks seien, da tippte er schon auf seinem Taschenrechner, um mir die Größe in Quadratmeter zu nennen.“
(Fritz Schumann: Japan 151. Conbook, 2013. ISBN: 978-3-943176-27-8)

人間は起きて半畳、寝て一畳。
Ningen wa okite hanjō, nete ichijō.
„Wach eine halbe, zum Schlafen eine ganze Matte braucht der Mensch."

„Das sind die Dimensionen des Daseins, wie reich oder berühmt ein Mensch auch sein mag.“
 
tatami tatami-layout
Die Reismatten sind sehr weich und bilden eine angenehme Unterlage für den Futon. Sie sind mit Reisstroh gefüllt und mit Binsen verkleidet. Eine Tatami ist 5,5 cm dick. Sie sind fest und schwer, aber elastisch, wenn man darauf geht, und eine angenehme Unterlage, um darauf zu sitzen und auf einem Futon darauf zu liegen. Die Anordnung der Matten erfolgt nach strengen Regeln und sollte möglichst harmonisch sein. Die Tatami ist das Grundmaß japanischer Wohnungen, auch dann, wenn sie mit Laminat ausgelegt sind. Eine Tatami ist einen Ken (間) lang und einen halben Ken breit, wobei ein Ken zwischen 1,55 und 1,91 Meter variiert. Die Größe eines Washitsu (和室, japanischer Raum) wird mit der Zahl seiner Matten angegeben, wobei man das Zählwort jō (畳) verwendet.

„Als Maß der menschlichen Existenz betrachtet nicht jeder die Tatami, aber sie ist zweifellos ein wichtiges architektonisches Maß, Regional und durch die Epochen weist die tatsächliche Größe gewisse Schwankungen auf, ihre Funktion als Größeneinheit ist davon aber unberührt, Räume werden in Matten gemessen, alle anderen Maße darauf abgestimmt. Dieses Maß entspricht ursprünglich dem Abstand zwischen zwei Pfeilern der Außenwand, die mit Querverstrebungen das tragende Gerüst des Hauses bilden., Durch die Abstimmung der Maße werden Räume völlig mit Tatami ausgelegt., Dadurch, dass Breite und Länge der Tatami auch das Maß für Fensteröffnungen, Shôji, Deckeneinteilung, Schiebetüren usw. abgeben, entsteht ein Raum mit harmonischen Proportionen, von denen sich auch Architekten im Westen haben inspirieren lassen.“
(Florian Coulmas: Die Kultur Japans. Tradition und Moderne. 2009. ISBN: 978-3406587764)
 

japanische Wohnverhältnisse
Futon 布団 - Genkan 玄関 - Kaninchenstall 兎小屋 - Kotatsu 炬燵 - Tatami

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