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08. Dezember 2012

Tang-Kappe

탕건, 唐冠 tanggeon (chinesische Tang-Dynastie + Mütze, Kappe)
갓 gat

 

„Auch der koreanische, vorsintflutliche Hut, einer Ofenröhre ähnelnd, hat seine Geschichte. In früheren Zeiten waren Verschwörungen an der Tagesordnung; um diesem Übel vorzubeugen ward ein Gesetz erlassen, nach welchem die Männer große, in Form eines Regenschirmes aus Ton gefertigte Hüte zu tragen hatten. …

Das Edikt, die Hüte betreffend, war bei den Koreanern sehr verhasst. Teils weil dieselben sehr schwer waren, teils weil sie die Träger verhinderten, dicht beieinander zu gehen, um ihre Komplotte zu bereden, ohne von Spionen belauscht zu werden. Mit der Zeit fing man an das Gesetz zu umgehen und der heutige luftige, aus Seide oder Pferdehaar geflochtene Hut ist an die Stelle des tönernen getreten.

Eine andere Deutung gab man dem Hut aus Thon dadurch, dass man sagte, es seien viele kleine Scharmützel unter den benachbarten Distrikten vorgekommen, wobei viele Leute ihr Leben verloren, und deshalb sei befohlen worden, tönerne Hüte zu tragen. Wer seinen Hut zerbrach ward mit dem Tode bestraft; und aus Furcht vor dieser Strafe hörten die fortwährenden Schlägereien auf. Heutzutage prügeln sich aber die Koreaner recht fleißig, sie tragen ja keine tönernen Hüte mehr!“
(H.G. Arnous: Korea. Märchen und Legenden nebst einer Einleitung über Land und Leute, Sitten und Gebräuche Koreas, 1896)

 

Yangban mit Tang-Kappe
(Foto: Wikimedia)

Typisch für die koreanische Gelehrtenschicht, die Yangban (양반, 兩班) war der durchsichtige schwarze Hut aus Pferdehaar mit einem Bambusflechtwerk. Das Haar war zu einem Knoten gebunden. Darüber trug der Landadel einen Hut aus geflochtenem Pferdehaar (Tang-Kappe ), über den beim Ausgehen der Gat aufgesetzt wurde.

 

Kleidungsstücke
Cheongsam 長衫 - Deel дээл - Hanfu 漢服 - Hanbok 한복 - Kimono 着物 - Mao-Anzug 中山裝 - Schuluniform 学らん - Tang-Kappe 탕건, 唐冠

 

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