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Wir begrüßen unsere neue Dozentin für Koreastudien, Frau Shiny Park.

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08. Dezember 2012

Tai-pan

大班 dàbān (groß + Klasse)

„In Schanghai hat allein der Taipan etwas zu sagen. Zu ihm sieht man auf, nicht zu einem Politiker, einem General, einem Professor, einem Künstler oder einer Filmschauspielerin. Vom Taipan dagegen spricht man mit Ehrfurcht, von der Firma, die ihm gehört oder die er leitet, seinem großen Haus, seiner Dienstbotenschar, seiner teuren Frau, ihrem Schmuck, von seiner weißrussischen oder seiner eurasiatischen Freundin, von seinen Geschäften und Verbindungen. Nicht von seinen Sammlungen. Was sollte er in China sammeln! Etwa chinesische Kunst? Na, dann schon lieber Briefmarken.
Die Gesellschaft der Ausländer ist oberflächlich und sie hat, wenn es nicht ums Geld geht, nur eins im Sinn: das Vergnügen, dem sie unablässig und hartnäckig nachgeht. Es ist erstaunlich, wie lange sie es dabei aushalten kann, ohne daß es sie ankotzt.“

(Erwin Wickert: China von innen gesehen. 1984. ISBN 3-453-01889-3)

„Carl Crow, ein amerikanischer Geschäftsmann, der in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts eine Werbeagentur in Shanghai betrieb und zeitlebens die chinesische Gesellschaft genau beobachtete und in seinen Büchern sehr treffend beschrieb, gab einmal eine solche Unterhaltung wieder (Taipan hießen die Chefs ausländischer Firmen in China):

‚Taipan: How fashion that chow-chow cargo he just novv stop godown inside?

Comprador: Lat cargo he no can walkee just now. Lat man Kong Tai he no got ploper sclew.

Taipan: How come you talkee sclew no ploper? My have got sclew paper safe inside.

Comprador: Aiyah! Lat sclew paper he no can do. Lat sclew man he have go Ningbo more far.'

Crow bezeichnete dies als perfectly intelligible to any old resident und übersetzte den Inhalt für Unkundige so:

‚In der Anfrage ging es darum, aus welchen Gründen eine gemischte Ladung (chow-chow) sich noch im Lagerhaus (godown) befand. Der Komprador antwortet, daß die Ladung nicht transportiert (walkee) werden könne, weil die Sicherheiten (sclew) des Käufers (Kong Tai) nicht in Ordnung seien. Der ausländische Chef (Taipan) sagt, er habe die Sicherheiten bereits in seinem Safe, woraufhin der Komprador erwidert, dass die wertlos seien, denn der Mann, der die Zahlung der Ware garantierte, sei pleite gegangen und seinen Gläubigern in der Stadt Ningbo davongelaufen (sclew man had gobe Ningbo more far).‘"
(Jörg-M. Rudolph: Wenn China über die Welt kommt...: Wiesbaden, 2005. ISBN: 978-3-927127-63-0)

taipan-clavell

James Clavell: Tai- Pan. Der Roman Hongkongs: Tai-Pan, das ist der Mann, der die wirkliche Macht in den Händen hält. Und ein solcher Tai-Pan ist der rothaarige, grünäugige Schotte Dirk Struan, ein Riese von einem Mann, besessen von dem Plan, Hongkong, zu einem „Juwel in der Krone Ihrer Britischen Majestät“ zu machen.

 

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