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03. Oktober 2013

Sechsundzwanzig Märtyrer

二十六聖人 Nihon Nijūroku Seijin (zwei + zehn + sechs + heilig + Menschen)
日本二十六聖人 Nihon Nijūroku Seijin (Japan + zwei + zehn + sechs + heilig + Menschen)

日本26聖人
Nihon Nijūroku Seijin

Die 26 Märtyrer von Nagasaki waren Missionare und zum Christentum konvertierte Japaner im Alter zwischen zwölf und 64 Jahren, die 1597 auf Befehl des Reichseinigers Hideyoshi Toyotomi (豊臣秀吉) hingerichtet wurden.

Die Missionierung Japans war anfangs recht erfolgreich. 1590 bekannten sich etwa 200.000 Japaner zum Christentum. Nach der Besetzung der Philippinen durch die Spanier 1587 fürchtete die Regierung allerdings einen zu großen europäischen Einfluss. Daher verfügte Toyotomi Hideyoshi, dass alle Ausländer Japan zu verlassen hatten. Da er aber weiter an guten Handelsbeziehungen zu Portugal interessiert war, durften die Missionare ihre Arbeit fortsetzen.

Die Lage spitzte sich zu, als ein spanisches Schiff 1596 vor der japanischen Küste strandete. Der Kapitän beleidigte die Japaner, als diese die Ladung beschlagnahmten, derart, dass die japanische Regierung dies als Vorwand nahm, alle Spanier, die  von den Philippinen kamen, gefangen zu nehmen. Darunter waren drei japanische Jesuiten.

Diese wurden nach Kyōto gebracht, wo sie zusammen mit sechs Franziskanern und weiteren 15 japanischen Christen gefangen gehalten und zum Tod durch Kreuzigung verurteilt wurden. Danach trieb man sie von Stadt zu Stadt, wobei man die Bevölkerung zu Misshandlungen aufrief. Diesem Zug schlossen sich freiwillig zwei weitere zur katholischen Kirche konvertierte Japaner an. Jedem der Christen bot man die Freiheit, sollten sie dem Christentum abschwören, doch keiner ging darauf ein.

Wolfgang Kilian: Die Kreuzigung der Märtyrer von Nagasaki, 1597. Augsburg, 1628
(Bild: Wikimedia)

 

Am 5. Februar 1597 erfolgte die Kreuzigung auf dem Tateyama-Hügel in Nagasaki.

Bei der japanischen Form der Kreuzigung wurden die Handgelenke und der Hals mit Eisenklammern befestigt, während die Beine mittels eines weiteren Eisens gespreizt wurden. Danach wurde jeweils auf der linken und der rechten Seite des Körpers der Brustkorb von der untersten Rippe bis zum Schulterblatt mit einer Lanze durchstoßen.
(Bild: Wikimedia)
Peruanische Keramik von Francisco Blanco in Lima.
(Bild: Wikimedia)

 

 

 

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