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28. September 2013

Sophia-Universität

上智大学 Jōchi Daigaku
Latein: Universitas Sedes Sapientiae

Sophia (Σοφία) ist das griechisch Wort für die „göttliche Weisheit“ und ein weiblicher Vorname. Die Abkürzung „LV" steht für die lateinischen Wörter „Lux Veritatis" (= Licht Wahrheit).
Als der polnische Jesuitengeneral Vladimir Ledochowski 1915 in seinem Schweizer Exil von dem vorgeschlagenen Schulsymbol hörte, schrieb er besorgt: „Ich würde es gerne sehen, denn ich habe gehört, es sehe dem preußischen Adler verblüffend ähnlich, sollte dieses stimmen, würde ich Sie bitten, es zu ändern.
Trotz des Krieges flog der Sophia-Adler weiter und die gewünschte Änderung wurde nie umgesetzt. (www.dijtokyo.org)

Die Sophia-Universität ist eine japanische Privatuniversität in kirchlicher Trägerschaft. Der Name Sophia wurde 1926 aus dem Sedes Sapientiae (Sitz der Weisheit) der Lauretanischen Litanei abgeleitet (die Grundbedeutung von Sophia ist auf griechisch „Gottes Weisheit“). Der erste Rektor war der deutsche Jesuit Hermann Hoffmann.

Die Sophia-Universität brachte Talente hervor, die als Premierminister, bei internationalen Organisationen und im Journalismus glänzten. Bei den Universitätsaufnahmeprüfungen steht sie an dritter Stelle nach Waseda- und Keiō-Universität, vor allem für die „Weisheit in der englischen Sprache“ ist sie wohlbekannt.

Bis 1948 lag die Sophia-Universität in der Verantwortung der Niederdeutschen Provinz des Jesuitenordens, seitdem in der neugegründeten japanischen Vizeprovinz des Ordens. Die Entscheidung der katholischen Kirche, die Japanmission den deutschen Jesuiten anzuvertrauen, beruhte vermutlich auch auf dem Wunsch, die durch den Kulturkampf und Krieg geschwächten deutschen Jesuiten in Europa zu stärken.

Als Begründung warum gerade Deutschen die Missionierung „Im Lande der aufgehenden Sonne und der Morgenstille“ vom Heiligen Stuhl übertragen wurde, vermutet die Zeitschrift Weltmission:
„Man hat die Japaner vielfach die Deutschen Ostasiens genannt, und man erwartet ohne Zweifel von der wissenschaftlichen Durchbildung und der Anpassungsfähigkeit der deutschen Missionare viel für die Evangelisierung Japans.“

Nach dem Ersten Weltkrieg hatte die deutsche Jesuitenprovinz ihr Missionsgebiet in Indien verloren, daher stand genügend Personal für die Japanmission zur Verfügung und einige deutsche Jesuiten mit Indienerfahrung siedelten nach Japan über.

Viele der jungen Jesuiten der 1930er Jahre verbrachten ein bis zwei Jahre mit intensivem Sprachstudium mit der Wiederholung von Schlagworten wie „der Soldat greift an“ (heitai susumu) oder „Zehntausend Jahre für den Kaiser“ (天皇陛下万歳 Tennō heika banzai).

Die Universität galt in der japanischen öffentlichen Meinung als der Ort an dem „alle Professoren Ausländer sind“, aber ohne die Ausübung „irgendeines Drucks auf die Studenten in Bezug auf die Religion.

Einige Studenten beschwerten sich allerding einer Zeitung gegenüber: „Wir sind Japaner, warum müssen wir also so viel Deutsch lernen?

Andere erzählten, sie würden Tag und Nacht die grammatischen Übungssätze wiederholen: „Ich bin, du bist, er ist.

Als Belohnung für ihre Studien fanden die Studenten dann allerdings häufig eine Arbeitsstelle bei ausländischen Firmen.

Einige Jesuiten erhofften sich von einem autoritären Staat eine Stärkung des Katholizismus. Beispielsweise schrieb Johannes Laures 1932:

„Die japanische Regierung weiß sehr wohl, daß die katholische Kirche die stärkste Macht im Kampf gegen die 'gefährlichen' bolschewistischen Gedanken darstellt, während ihr nicht verborgen ist, daß die Anfänge der sozialistischen Arbeiterbewegung protestantischen Ursprungs waren." (Aus dem Land der aufgehenden Sonne 12/1932: 211)

Das Erzbistum Köln finanzierte in den 1950er Jahren den Ausbau der Universität, ebenso wie die deutsche Regierung unter Konrad Adenauer sowie Unternehmen wie Volkswagen, Zeiss und Krupp.

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