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23. Mai 2013

-san

さん -san

-san 

Alles eine Frage der Höflichkeit

„In Japan wird man nie direkt mit dem Namen angesprochen, ohne dass ein Höflichkeitssufix angehängt wird, das die Respektsbeziehung mit dem Angesprochenen beschreibt.

Die korrekte Titulierung ist auch unter Freunden wichtig.

Das übliche -san ist dabei gefahrlos zu verwenden, es ist neutral und höflich. Vergleichbar ist es mit der Anrede Herr oder Frau. Je nach Vertrautheit wird entweder der Nachname mit -san ergänzt oder der Vorname. Auch die eigenen Eltern nennt man okāsan ([お母さん] Frau Mutter) und otōsan ([お父さん] Herr Vater). Geschwister spricht man selten mit dem Namen, sondern nur mit dem Titel an. Der große Bruder wird oniisan  [お兄さん] gerufen, die kleine Schwester oneechan [お姉ちゃん].

Hier eine Auswahl von weiteren Höflichkeitsformen:

-sama  [さま]: Gilt als höflichste Form. So spricht man Gott an sama, aber auch Personal den Kunden oder den Gast. Wenn man es allerdings unangebracht verwendet, gilt es als unhöflich.

-sensei [先生]: So werden Leute angesprochen, die einen Beruf ausüben, der in einer gewissen Form Respekt verlangt (Arzt, Professor). Gleiches gilt auch für Lehrer. Es kann auch für den Meister gebraucht werden, de einem etwas beibringt. So ist der Manga-Zeichner für seine Assistenten der sensei.

-senpai [先輩]: In Schulen oder Büros ist der senpai der ‚große Bruder ins Geiste’. Er ist schon einige Jahre dabei, hat mehr Erfahrung und gibt diese nun an seinen kōhai [後輩] weiter, der jünger und unerfahrener ist und in einer direkten Beziehung zu ihm steht. Senpai bezeichnet dabei alle Schüler in der höheren Klasse oder den Arbeitskollegen, der einen anleitet. Ein senpai fühlt sich für seinen kōhai verantwortlich. Der kōhai ist stets höflich, respektvoll und gehorsam. ...

-kun  [くん]: Eine verniedlichende Form, welche die Nähe zum Angesprochen verdeutlichen soll. Gerne verwendet unter Freunden oder von Älteren, wenn sie mit Jüngeren sprechen.

-chan [ちゃん]: Wenn man mit chan angesprochen wird, ist man einer Person wirklich nahe. Häufig genommen wird es für junge Mädchen. Auch Jungs sprechen sich so gegenseitig an, aber nur wenn sie wirklich sehr eng befreundet sind.“
(Fritz Schumann: Japan 151. Conbook, 2013. ISBN: 978-3-943176-27-8)

-san

-san ist die geschlechtsneutral Anrede unter erwachsenen Japanern, die sich nicht kennen oder beruflich miteinander zu tun haben. -san wird meist mit dem Familiennamen benutzt (山田さん Yamada-san) und entspricht damit „Herr / Frau“ im Deutschen.

Unter Japanern, die miteinander befreundet sind, wird -san an den Vornamen angehängt (明さん Akira-san).

Bisweilen wird sogar an den Firmenname des Geschäftspartners -san angehängt (z. B.: Honda-san 本田さん).

-san wird auch in einem Gespräch über Abwesende verwendet. Da -san Respekt ausdrückt, benutzt man sie nicht, wenn man von sich selbst oder von Familienangehörigen spricht.

 

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