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04. März 2013

Sechs Länder in fünf Tagen

五天六国 wǔ tiān liù guó (fünf + Land, Länder + sechs + Tag, Tage)

 (Karte: Wikimedia)

„Wahrscheinlich gibt es außer den Chinesen kein anderes Volk der Welt, das eine Europareise in einem einzigen, knackigen Satz zusammenfassen könnte:

‚Dé gānjìng, Fǎ bùcuò, Hé zāng, Bǐ méiyǒu yìsi, Lú bù jìde, Yì gēn Zhōngguó yīyàng.’

[德干净,法不错,荷脏,比没有意思,卢不记得,意跟中国一样。]

Zu Deutsch: Deutschland ist sauber, Frankreich nicht schlecht, Holland dreckig, Belgien langweilig, Luxemburg ... äh, weiß nicht mehr, Italien ist wie China.‘“

(Heike Barai: Darum nerven Chinesen. Piper, 2013. ISBN: 978-3-492-30069-8. S. 156)

          

In der Vollform lautet der Spruch folgendermaßen:

德国干净,法国不错,荷兰脏,比利时没有意思,卢森堡不记得,意大利跟中国一样。

Déguó gānjìng, Fǎguó bùcuò, Hélán zāng, Bǐlìshí méiyǒu yìsi, Lúsēnbǎo bù jìde, Yìdàlì gēn Zhōngguó yīyàng.

„Um die 1,3 Millionen Chinesen kommen jedes Jahr zu diesem Schluss, für den sie in der Regel fünf Tage brauchen. Beim Abreißen dieser Route hinterlassen sie glückliche Ladenbesitzer und haareraufende Hoteliers, nervenzerrüttete Busfahrer und völlig entnervte Zimmermädchen mit akutem Umschulungswunsch.

Dass es gerade diese Route sein muss, hat natürlich einen Grund: In Deutschland locken Heidelberg [海德堡 Hǎidébǎo] und die Reeperbahn in Hamburg [汉堡 Hànbǎo], Markenwaren und romantische Schlösser. Die Beneluxländer [荷比卢 Hé--Lú] wiederum haben den bestechenden Vorteil, so klein und eng beieinanderzuliegen - wo sonst lassen sich in ein bis zwei Tagen sage und schreibe DREI Länder abfahren! (Ein Aspekt, von dem bei Spanienreisen chinesischer Touristen auch das kleine Andorra [安道尔 Āndào'ěr] profitiert).

Für die Reichen unter den Reisenden ist Antwerpen [安特卫普 Āntèwèipǔ] eine beliebte Adresse, um einen Blick auf das europäische Diamantenangebot zu werfen, während in Amsterdam [阿姆斯特丹 Āmǔsītèdān] die halb nackten Damen in den Schaufenstern vor allem bei älteren Herren das dringende Bedürfnis nach einem kleinen Abendspaziergang zu später Stunde wecken. Mode und Parfüms in Frankreich und die spektakuläre Architektur in Italien runden die Europaerfahrung ab.“
(Heike Barai: Darum nerven Chinesen. Piper, 2013. ISBN: 978-3-492-30069-8. S. 156 f.)

reiseweltmeister

Warum lassen sich so viele Hoteliers auf chinesische Gruppen ein? Ganz einfach: China ist der größte Touristenmarkt der Welt. Die Chinesen haben jetzt auch schon die Deutschen als Reiseweltmeister (世界旅游冠军 shìjiè lǚyóu guànjūn) abgelöst und sind für ihre Ausgabefreude bekannt.

Einkaufsreisen in Europa und auch in den USA werden in China immer beliebter – besonders in den Tagen vor und nach Weihnachten, wenn es besondere Weihnachtsangebote gibt.

Europa nehmen viele Chinesen allerdings eher als ein Land wahr, denn als eine Vielzahl von Staaten. Fast alle wollen nach Paris, mit klangvollen Namen wie Champs Elysee oder Eiffelturm, für Chinesen die romantischste Stadt der Welt. Hinzu gesellt sich ein weiterer Vorteil: Luxus-Produkte wie Chanel-Kleider oder Louis-Vuitton-Taschen kosten dort ein Drittel weniger als in China, wo eine Luxussteuer anfällt.

Mit Deutschland verbinden Chinesen nur Arbeit und Qualität. Außerdem muss man sie auch auf die europäischen Dimensionen vorbereiten. Wenn Chinesen hören, dass Berlin 3,5 Millionen Einwohner hat, sind sie erstaunt - das entspricht der Größe einer mittleren Provinzstadt in China. Und 80 Millionen Deutsche? So viele leben in der Provinz Sichuan.

 

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