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25. Januar 2013

Schneeland

雪国 Yukiguni (Schnee + Land)
 
yukiguni-schneeland
Die 20 Meter hohen Schneewände sind eine Touristenattraktion
(Foto: mit freundlicher Genehmigung der JNTO)
 
„Wir hatten einen viel diskutierten Artikel zu Schneefällen in Japan gebracht, dessen Fotos viele für eine komplette Fälschung hielten. Eine spannende Diskussion entstand und das brachte uns dazu, weitere Bilder und Videos auszugraben.

Auf der japanischen Hauptinsel Honshū
[本州] liegt auf der Alpin-Route Tateyama Kurobe [立山黒部アルペンルート Tateyama Kurobe Arupen Rūto] auf der Höhe von Murodō [室堂] so viel Schnee, dass sie im Winter gesperrt wird. Im Frühjahr allerdings fräsen sich die Japaner ihre Straßen wieder frei. Die entstehenden Canyons bilden die Kulisse für eine atemberaubende Fahrt an meterhohen Schnee- und Eiswänden vorbei.

Der Schnee ist so hoch, dass selbst von großen Nadelbäumen entlang des Wegs nur noch die Spitzen heraus schauen. Die Räumung erfolgt mit sehr viel Aufwand Schicht für Schicht mit extrem leistungsfähigen Schneefräsen, die die abgeräumten Schneemassen meterhoch durch die Luft pusten. Je tiefer sich die Arbeiten zur Straße hin ziehen, desto höher muss folglich der Schnee weggeblasen werden, damit er nicht gleich wieder den Weg verschüttet.“

(Andreas Donath am 31. Dezember 2010: So wird die Monsterschnee-Straße geräumt)

Neujahrsgeschenk aus Sibirien
 
„Die Schneestürme erreichen Japan aus dem Nordwesten, gleichsam als Neujahrsgeschenk aus Sibirien. Von den Japanischen Alpen [日本アルプス Nihon Arupusu], deren Gipfel häufig in Höhen zwischen 2000 und 3000 Metern oder noch höher liegen, werden die Stürme am weiteren Vordringen in Richtung Pazifik gehindert, so dass in Tōkyō im Winter selten Schnee fällt, obwohl es recht kalt werden kann. In den Bergen und Niederungen von Ura Nihon [裏日本] aber fällt der Schnee so hoch und bleibt so lange liegen, dass die Menschen in den abgelegeneren Dörfern den größten Teil des Winters eine Art Maulwurfdasein führen und sich durch den Schnee Gänge zu ihren Nachbarn graben müssen.
 
In den Städten sind die Gehsteige der Haupteinkaufsstraßen fast immer überdacht, und die Präfekturen Niigata [新潟] und Toyama [富山] tragen den bezeichnenden Beinamen Yukiguni [《雪国》], ‚Schneeland‘. So überschrieb auch der Literatur-Nobelpreisträger Kawabata Yasunari [川端康成] seinen 1947 erschienenen Roman, der in einem der Thermalbäder spielt, die am sonst so tristen ‚Rücken‘ Japans die einzigen Lichtblicke darstellen.“
(Alan Booth: Japan. Ars Edition, 1991. ISBN 978-3-76075400-0)
 
yukiguni-buch
Die Novelle erzählt die Geschichte einer Liebesbeziehung zwischen einem Tokyoter Geschäftsmann und einer provinziellen Geisha (芸者) in der entlegenen Ortschaft Yuzawa (湯沢) in der Präfektur Niigata (新潟).


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