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08. Dezember 2012

Suzhou

苏州 Sūzhōu
 

Gartenfelsen in Suzhou
(Foto: Wikimedia)
 
„Den Ruhm und die Faszination des Großen Kanals [大運河 Dà Yùnhé] muß Suzhou mit anderen Städten teilen, aber in einem steht es einzig da – als die Heimat der Gartenbaukunst. Eigentlich ist Garten ein falscher Begriff, weil es sich eher um poetisch-philosophische Kompositionen handelt, die Erde, Steine, Wasser, Licht, Pflanzen und Gebäude zu einer bedeutungsvollen Ganzheit vereinigen. Die Details und Feinheiten sind dem Fremden nur schwer verständlich, doch ihrer Ausdruckskraft kann er sich kaum entziehen. Ihren höchst eigenen Reiz entfalten die oft versteckt gelegenen Gärten auch bei wolkenverhangenem Himmel oder gar Regenwetter.“
(Hartwig Bögeholz: Anders Reisen: China. Ein Reisebuch in den Alltag. 1997. ISBN: 978-3-499190957)
„Natur, Geschichte und die Sūzhōuer haben zusammengewirkt, um aus der Stadt und ihrer Umgebung ein Paradies zu machen. Das milde Klima von 15,7 Grad Durchschnittstemperatur, dazu jährlich tausend Millimeter Niederschlag und zweitausend Stunden Sonnenschein schufen ideale Bedingungen für Reisanbau, Seidenraupenkulturen und Fischzucht.
 
Der Tàihú [太湖, großer See] und der Chángjiāng [长江, Jangtse] sorgten dafür, daß Sūzhōu das Verkehrszentrum des Kanallandes wurde. Der Bevölkerungsüberschuß drängte zur Entwicklung von Handwerk und Gewerbe. Der Wohlstand der Landschaft und der Stadt beflügelte die Künste. Auch wenn das Sprichwort: ‚Mit dem in Suzhou und Umgebung geernteten Reis könnten alle Menschen des Landes gesättigt werden’, niemals der Wahrheit entsprach, drückt sich darin doch das Bewußtsein aus, daß Sūzhōu und sein Verwaltungsgebiet zumindest bis zum Opium-Krieg 1840 [鴉片戰爭 yāpiàn zhànzhēng] eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die reichste Stadt Chinas war. Während der Ming- [明朝 Míngcháo, 1368 - 1644] und Qing-Dynastie [清朝 Qīngcháo, 1644 – 1911] kamen 20 Prozent der gesamten Steuereinnahmen des Landes aus Sūzhōu.

Das oft gebrauchte Wort vom ‚Paradies’ haben die Sūzhōuer wohl nicht erfunden, sie haben es sich aber wie selbstverständlich zu eigen gemacht. Und immer wieder haben die Maler und Dichter, die Sūzhōu hervorgebracht hat oder die die Stadt besuchten, darüber Klage geführt, daß es unmöglich sei, den Zauber Sūzhōus zu schildern.“

(Friedemann Berger: Die Milchstraße am Himmel — und der Kanal auf Erden. 1988. ISBN 7-119-00621-5/Z.242)

沧浪亭 拙政園 網師園
Cānglàng Tíng Zhuōzhèng Yuán Wǎngshī Yuán
Garten der schlagenden Wellen Garten des bescheidenen Beamten Garten des Meisters der Netze

Sūzhōu in der ostchinesischen Provinz Jiāngsū (江苏) ist als Seidenhauptstadt Chinas seit dem 14. Jahrhundert führend in der Seidenproduktion. Weil die Stadt von Kanälen durchzogen ist, wird sie auch Venedig des Ostens (东方威尼斯 Dōngfāng Wēinísī) genannt. Gondeln gibt es dort aber keine.
 

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