• Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
    Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
  • Schwerpunkt Korea
    Schwerpunkt Korea
  • Schwerpunkt China
    Schwerpunkt China
  • Schwerpunkt Japan
    Schwerpunkt Japan

Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

_______________________

pdf» Information in English (pdf)
pdf» Partner Universities (pdf)

08. Dezember 2012

Sun Yat-sen-Mausoleum

中山陵 Zhōngshānlíng (Zhōngshān = Sun Yatsen + Grab)
 

(Foto: Wikimedia)

„Das Mausoleum ist für alle Chinesen ein großes nationales Heiligtum, ein Ort, zu dem sie von weither wallfahrten. Insbesondere versäumt keine Reisegesellschaft von Chinesen aus Übersee, die zahlreich das neue China besuchen, hierher zu kommen. Die große Treppe wird nie leer, immer sieht man Einzelne oder Gruppen hinauf- und hinabsteigen. Manchen wird der Aufstieg sauer, man sieht wie sie stehen bleiben, um Atem zu schöpfen. Auch Chiang Kai-shek [蔣介石 Jiǎng Jièshí] versäumte nie, am Todestag von Sun Yat-sen hierher zu kommen, doch ließ er sich immer in einer Sänfte hinauftragen, was uns mit einem deutlichen Ton der Missbilligung erzählt wurde.

Von oben hat man eine prachtvolle, umfassende Aussicht. Der Blick kann weit in die Ferne schweifen; man überblickt die riesige Stadt in ihrer ganzen Ausdehnung.“
(Paul Distelbarth: Blüte der Mitte. Berlin: Union, 1957)

(Foto: Wikimedia)
Statue im Vorraum, an der Decke die Fahne der Kuomintang

„Doch eine große Attraktion, zu der jeder Besucher mit Stolz geführt wurde, gab es: die gigantische Nekropole des verstorbenen ‚Vaters der Chinesischen Republik’ [國父 guófù], Sun Ya-tsen [孫逸仙 Sūn Yìxiān], die am Purpurberg [紫金山 Zĭjīnshān] neben dem Grabmal des ersten Ming-Kaisers gelegen war. Eine riesige Treppe mit endlosen Stufen führte zu dem hochgelegenen Mausoleum, in dem Sun Ya-tsen in einem Glassarg im Frack mit weißer Krawatte lag.

 

Marmorsarkophag für Sun Yatsen
(Foto: Wikimedia)

Kein Zweifel, hier hatte Lenin Pate gestanden, und auch Napoleon schien seinen Teil beigetragen zu haben, denn der Sarkophag war wie im Invalidendom in einem vertieften Halbrund aufgestellt. Das Ganze war eine riesige, etwas kitschige Anlage. Sie entsprach nicht unserem Geschmack, hatte aber auch wenig gemein mit der Ruhe und Harmonie chinesischer Baukunst, wie sie etwa der Himmelstempel [天壇 Tiāntán] in Peking ausstrahlte. Nanking [南京 Nánjīng], so mußte ich auch hier feststellen, bot nicht gerade ein Beispiel erhebender chinesischer Architektur.“
(Ernst Günther Mohr: Die unterschlagenen Jahre. China vor Mao Tse-tung. 1985. ISBN: 3-7628-0442-7)


Treppen zum Sun Yat-sen-Mausoleum
(Foto: Wikimedia)

Das Sun-Yat-sen-Mausoleum  wurde 1926 bis 1929 errichtet. Der Weg führt über eine gewaltige Treppe aus 392 Stufen, 480 Meter lang und 50 Meter breit, zu dem Mausoleum, einem tempelartigen Gebäude von 30 Metern Länge, 25 Metern Breite und 29 Metern Höhe.

 

Gräber und Grabanlagen
Mao-Mausoleum 毛主席纪念堂  Ming-Gräber 十三陵 - Nationale Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle 國立中正紀念堂 - Sun Yat-sen-Mausoleum 中山陵 - Terrakotta-Armee 兵马俑

logo

Ostasienlexikon
A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N
- O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z

 

Über uns

Den Kern des Instituts bilden 15 ständige Mitarbeiter. weiterlesen ...

Studium

Das Studium schließt nach acht Semestern mit dem Bachelor of Science ab. weiterlesen ...

Publikationen

Veröffentlichungen und Forschungsbeiträge aus dem Institut  weiterlesen ...

Wort des Tages

Aktuelle chinesische oder japanische Begriffe weiterlesen...

Ostasienlexikon

Schlüsselwörter aus China, Japan, Korea, Mongolei, Hongkong, Macau und Taiwan weiterlesen...

Sprichwörter

„Es gibt da ein chinesisches Sprichwort …“ – Wer kennt sie nicht, diese Einleitung? weiterlesen...