Logo-Hochschule-fr-Wirtschaft-und-Gesellschaft-Ludwigshafen
  • Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
    Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
  • Schwerpunkt Korea
    Schwerpunkt Korea
  • Schwerpunkt China
    Schwerpunkt China
  • Schwerpunkt Japan
    Schwerpunkt Japan

Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

_______________________

pdf» Information in English (pdf)
pdf» Partner Universities (pdf)

08. Dezember 2012

Sugihara Chiune

杉原千畝  Sugihara Chiune

1900 - 1986


Sugihara Chiune
(Bild: Wikimedia)

 

„Der Rabbi aus Amshenov hatte nach seiner Ankunft in Kōbe [神戸] ein Telegramm nach Kovno in Litauen gesandt, wo immer noch japanische Transitvisa erhältlich waren. Der Inhalt ist mit unserem Titel identisch: ‚Sechs Personen dürfen unter einem Gebetsschal beten’. Die japanische Zensur stoppte das Telegramm und verlangte von dem Dolmetscher der jüdischen Gemeinde in Kōbe eine Erklärung. Dieser meinte, es handele sich um eine Mitteilung religiösen Inhaltes des Rabbis an einen Kollegen in Kovno. Die Behörden gaben sich damit zufrieden und erlaubten die Übermittlung. Doch der Dolmetscher wollte nun selbst die Bedeutung des Telegramms erfahren und ging zu dem Rabbi. Es war eine ganz einfache Lösung. Die japanischen Transitvisa wurden für Familien mit bis zu sechs Mitgliedern ausgestellt, sechs einander fremde Flüchtlinge sollten Familien bilden.“
(Siegfried Englert, Folker Reichert: Shanghai. Stadt über dem Meer. 1984. ISBN: 3-920431-35-9)
 
Der japanische Konsul in Litauen, Sugihara Chiune, rettete als während des Zweiten Weltkrieges Tausende von Juden und wurde deshalb als „Japanischer Schindler“ bekannt.

1939 wurde Sugihara Vizekonsul in Kaunas (Kovno) in Litauen mit der Aufgabe über sowjetische und polnische Truppenbewegungen zu berichten. Als die Sowjetunion 1940 infolge des Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrags den Staat Litauen besetzte, versuchten viele polnisch-jüdische Flüchtlinge Ausreisevisa zu bekommen.
 
Sugihara erstellte täglich die Menge Visa, die sonst in einem Monat üblich war. Dann musste er seinen Posten verlassen, da das Konsulat geschlossen wurde. Zu dieser Zeit hatte er bereits Tausende von Visa vergeben. Zeugen erzählen, dass er noch im Zug Visa ausstellte und sie aus dem Zugfenster warf, während der Zug bereits den Bahnhof Richtung Berlin verließ.

Viele Flüchtlinge nutzten ihre Visa, um durch die Sowjetunion nach Kōbe in Japan zu reisen, wo es eine russisch-jüdische Gemeinde gab. Von hier reisten etwa 1.000 an andere Zielorte. Der Rest musste in Japan bleiben, bis sie in das von den Japanern besetzte Shanghai deportiert wurden.
 

echte und vermeintliche  Helden
Norman Bethune 白求恩 - Bokuden 卜伝 - Chu-ko Liang 諸葛亮 - I Sun-sin 이순신 - Koxinga 國姓爺 - Kuan Yü 關羽 - Lei Feng 雷锋 - Mulan 木蘭 - Nongae 논개 - Onoda Hiro 小野田寛郎 - John Rabe 約翰•拉貝 - Siebenundvierzig Samurai 四十七士 - Sugihara Chiune 杉原千畝 - Tank Man 坦克人 - Yelü Chutsai 耶律楚材

logo

Ostasienlexikon
A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N
- O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z

Über uns

Den Kern des Instituts bilden 15 ständige Mitarbeiter. weiterlesen ...

Studium

Das Studium schließt nach acht Semestern mit dem Bachelor of Science ab. weiterlesen ...

Publikationen

Veröffentlichungen und Forschungsbeiträge aus dem Institut  weiterlesen ...

Wort des Tages

Aktuelle chinesische oder japanische Begriffe weiterlesen...

Ostasienlexikon

Schlüsselwörter aus China, Japan, Korea, Mongolei, Hongkong, Macau und Taiwan weiterlesen...

Sprichwörter

„Es gibt da ein chinesisches Sprichwort …“ – Wer kennt sie nicht, diese Einleitung? weiterlesen...