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08. Dezember 2012

Stilwell (Joseph Stilwell)

史迪威 Shǐdíwēi

醋喬 Cù Qiáo (Vinegar Joe, Essig-Joe)
1883 - 1946

 

General Stilwell
(Foto. Wikimedia)

„Auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs, im Juli 1944, richtete die Regierung der Vereinigten Staaten an den Generalissimus Chiang Kai-shek [蔣介石, Jiǎng Jièshí] offiziell die Forderung, einen Amerikaner, und zwar Lieutenant General Joseph W. Stilwell, als Befehlshaber sämtlicher Truppen Chinas einzusetzen. Der Antrag war ohne Beispiel: nie zuvor hatte ein Amerikaner unmittelbar die nationalen Streitkräfte eines Alliierten befehligt. Er war um so außergewöhnlicher, als bekannt war, daß General Stilwell, der sich als ebenso fähiger wie streitbarer und umstrittener Mann auf dem China-Burma-Indien-Kriegsschauplatz bereits einen Namen gemacht hatte, für den Generalissimus persona non grata war; er hatte gerade kurz zuvor um seine Abberufung nachgesucht. …

Stilwell war nicht ohne guten Grund unter dem Namen ‚Essig-Joe’ bekannt. Er war in hohem Maße pflichterfüllt und integer und reagierte allzu prompt mit Abscheu, wenn andere diese Eigenschaften nicht besaßen. Auf hochgestellte Persönlichkeiten hatte er es dabei besonders abgesehen. ... Da er langes Palavern und leeres Gehabe verabscheute, ist es verständlich, daß er den Dschungelkrieg in Burma mit seinen Blutegeln, seinem Meltau und seinen offenen Feinden vorzog. …

Sein Motto war Illegitiman non carborundum, von ihm persönlich übersetzt mit: ‚Laß dich von den Schweinehunden nicht kleinkriegen.’“
(Barbara Tuchman: Sand gegen den Wind. General Stilwell und die amerikanische Politik in China 1911-1945. 1973. ISBN 3-596-24388-2)


Stilwell mit Chiang Kai-shek und dessen Frau

Stilwell wurde nach China entsandt, da er der einzige hochrangige Offizier in der US-Armee war, der Chinesisch sprach. Er wurde Chiang Kai-shek (蔣介石 Jiǎng Jièshí) als Stabschef zur Seite gestellt. Stilwell gehört zu den umstrittensten und legendärsten Generälen der US- Militärgeschichte. Obwohl es ihm an Taktgefühl fehlte, wurde er für seine taktische Arbeit, seine Bereitschaft, die Strapazen des einfachen Soldaten zu teilen. Berühmtheit erlangte er durch den Bau der Ledo-Straße, den „heldenhaften Marsch durch Burma“, sowie durch seine Tagebücher (Stilwell-Papers), die ihn zu einem unschätzbaren Zeitzeugen machen.

„Wie ein Monomane hatte sich der zerknitterte Brillenträger Stilwell dem seine eigenen Landsleute jede Ahnung von Generalstabsarbeit und höherer Strategie absprachen, auf den Bau einer neuen Zufahrtstraße nach China, der späteren Burmastraße, festgebissen Die Ingenieure, die Roosevelt schickte, um Flugplätze für die Luftbrücke zu bauen, ließ Stilwell Straßen im Burma-Dschungel planen. Den Sprit, den ‚Hump’-Flugzeuge mühsam nach China karrten, ließ er in die Tanks seiner Bulldozer in Burma fließen.

Als im Januar 1945 der nun nach ihm genannte Stilwell-Road fertig war, zeigte es sich, daß die Lkw. knapp soviel Benzin über die Gebirgsstraße schleppen konnten, wie sie selbst verbrauchten.“
(Der Spiegel Nr 10, 1950)


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