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Wir begrüßen unsere neue Dozentin für Koreastudien, Frau Shiny Park.

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08. Dezember 2012

Sonderwirtschaftszone

经济特区 jīngjì tèqū (Wirtschaft + besonders + Gebiet)
 

symbolische Gebäude der Sonderwirtschaftszonen
 

„Die neue chinesische Mauer ist erst vier Jahre alt [1986]. Sie mißt nur 85 Kilometer und ist nichts für Touristen. Ein drei Meter hoher, mit Stacheldraht bewehrter Zaun, nachts beleuchtet. Parallel dazu ein Asphaltstreifen für Patrouillen, die rund um die Uhr unterwegs sind.

Keine Sehenswürdigkeit, und doch ist die Grenzanlage bemerkenswert. Sie sichert die Volksrepublik China [中华人民共和国 Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó] nicht gegen das Ausland, gegen die benachbarte britische Kronkolonie Hongkong [香港 Xiānggǎng] etwa. Sie trennt Rotchinesen von Rotchinesen. Sie schneidet einen zehn Kilometer breiten Streifen Landes an Chinas Südküste vom Rest des Riesenreiches ab.

Die Zone hinter dem Zaun ist ein ökonomisches Labor, in dem ein faszinierendes soziales Experiment stattfindet. Die strikte Abriegelung soll verhindern, daß von dort gefährliche Viren auf China übergreifen. Die Viren heißen Profitgier und Amoral, Ausbeutung, Konsumsucht und Kapitalismus.

In vier abgeteilten Regionen läßt Chinas Führer Dèng Xiǎopíng [邓小平] seit sieben Jahren in Reinkultur ausprobieren, was er in geringerer Dosierung und auf lange Sicht seinem ganzen rückständigen Land verabreichen möchte: die effizienten Mechanismen freier Marktwirtschaft und die modernen Techniken hochentwickelter Industrien. Die Wirtschaftssonderzone Shēnzhèn [深圳], an der Grenze zu Hongkong gelegen, ist das größte dieser vier Gebiete, in denen Deng das Experiment mit dem Kapitalismus wagt.
(http://www.zeit.de/1986/25/kapitalismus-im-labor)

深圳 珠海 汕头
Shēnzhèn ist nur durch einen Fluss von Hongkong getrennt. Die Planstadt gilt als eine am schnellsten wachsenden Städte der Erde. 1979 lebten im heutigen Stadtgebiet gerade einmal 30.000 Einwohner. Heute sind es über 12 Millionen. Zhūhǎi grenzt direkt an Macao.  Eine Brücke (eine der längsten der Welt) von Hongkong nach Zhuhai soll weiteren Aufschwung mit sich bringen, da die Preisunterschiede zwischen Hongkong und Zhuhai nach wie vor beträchtlich sind. Shàntóu (früher auch Swatow genannt) hat besondere Beziehungen nach Thailand, da ein Großteil der dortigen chinesisch-stämmigen Bevölkerung aus der Gegend von Shàntóu stammt.
     
厦门 海南 浦东
Xiàmén (früher: Amoy) gehört zu den ökonomischen Zentren des Küstengebietes. Seit 2001 bestehen Post-, Transport- und Handelsverbindungen zur nahe gelegenen von der Republik China auf Taiwan kontrollierten Insel Kinmen (金門 Jīnmén). Die Insel Hǎinán wurde 1988 zu einer eigenständigen Provinz und zugleich zu Chinas größter Sonderzone ernannt. Heute zählt es zu einem der beliebtesten Tourismusziele Chinas.
Pǔdōng ist ein Stadtbezirk Shanghais, in dem erst 1990 mit dem Aufbau  begonnen wurde, der dann jedoch in eindrucksvollem Tempo vonstatten ging.

Das Wirtschaftssystem der Sonderwirtschaftszonen beruht auf den folgenden vier Prinzipien:

  1. Die Bautätigkeit erfolgt, um ausländisches Kapital anzuziehen.
  2. Die vorherrschenden wirtschaftlichen Subjekte sind Joint Ventures und Partnerschaften sowie ausländische Unternehmen.
  3. Die Produktion ist vorrangig für den Export bestimmt.
  4. Die wirtschaftlichen Aktivitäten werden vom Markt bestimmt.

Folgen der chinesischen Wirtschaftsreform
Hurun-Report 胡潤百富榜 - Joint Venture 合资企业 - Pudong 浦东 - Sonderwirtschaftszone 经济特区

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