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08. Dezember 2012

Son Kitei

손기정, 孫基禎 Son Gi-jeong (Sohn Kee-chung)

1912 - 2002


Bei der Siegerehrung im Berliner Olympiastadion
(Foto: Wikimedia)

„Anläßlich der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta wurde der nun 84 Jahre alte, in Seoul (Südkorea) lebende Sportler von einem FAZ-Journalistin gefragt ‚Hat es Ihnen je etwas ausgemacht, Ihren Marathonsieg bei Spielen in Nazideutschland errungen zu haben?’

Der Goldmedailleninhaber antwortete darauf: ‚Nein, Eigentlich möchte ich über Politik nicht nachdenken. Nach meinen Sieg haben deutsche Soldaten mein Bett im Olympischen Dorf mit Rosen geschmückt. Ich habe nach meinem Sieg den japanischen Delegationsleiter gefragt, ob er ein Zusammentreffen mit Hitler arrangieren könnte. Hitler kam von der Ehrenbühne zu mir in einen dahintergelegenen Raum, was mich sehr ehrte. In Korea ginge ein Staatchef nie auf einen kleinen Sportler zu. Er hat mich mit Handschlag begrüßt, ich erinnere mich, wie groß seine Hände waren. Ich hatte sechs Hitler-Fotos mitgekriegt, und er hat sie signiert. Er glaubte, ich sei Japaner, und hat zu mir gesagt, ich solle nach meiner Rückkehr etwas für die Jugend in Japan tun. Ich habe ihm gesagt, daß ich meinen Sieg der Anfeuerung der Menge an der Strecke verdanke. Da hat Hitler gelacht und mir wohlwollend auf der Schulter geklopft’“.
(http://www.thenewsturmer.com/Richtstellungen/Die%20Nazi_Olympiade.htm)

Der Olympiasieger Kitei Son lief übrigens, was damals ziemliches Aufsehen erregte, in Schuhen, die vorne geteilt waren. Als er zwei Jahrzehnte später Berlin wieder einmal besuchte, sagte er darauf angesprochen: „Das war eine Marotte. Ich hatte davon weder einen Vor- noch einen Nachteil.“

Sohn Kee-chung, bekannt unter seinem japanischen Namen Son Kitei (1912 - 2002), war 1936 zusammen mit seinem Teamkameraden Nan Shōryū (남승룡, 南昇龍, Nam Sung-yong) der erste koreanische Medaillengewinner bei Olympischen Spielen. Während der Zeit von 1910 bis 1945, als Korea als Provinz Chōsen (朝鮮) in das Japanische Kaiserreich (大日本帝國 Dai-Nippon Teikoku) eingegliedert war, musste er die japanisierte Form seines Namens annehmen. Seine Erinnerungen veröffentlichte Sohn in der Autobiografie Mein Vaterland und Marathon (나의 조국 나의 마라톤 / 《我的祖國和我的馬拉松》). 1935 lief er in Tokio mit 2:26:42 einen Weltrekord im Marathon und nahm im darauffolgenden Jahr erfolgreich an den Olympischen Spielen in Berlin teil.

 

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