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08. Dezember 2012

Shintoismus

神道 Shintō (Gottheit + Weg)
 

„‚Ich hab eine Frage’, sagte Theo. ‚Was heißt Shinto?’ Shinto heißt ‚der Weg der Götter’. Die ursprüngliche Shinto-Religion, die älteste Religion Japans, verehrte Gottheiten in ganz einfachen Formen: Sonne, Wind, Felsen, Gebirge, eine erblühte Blume, Holz, Wolken. Und die Naturgottheiten, die der Shintoismus die kami [神] nannte, wirkten überall auf der Erde und waren der Verehrung durch die Menschen überall zugänglich. Es brauchte nur wenig, um sie zufrieden zu stellen: ein um die Kleidung geschlungenes Band, ein Fähnchen, ein Gebet. Lange Zeit war der Shintoismus die einfachste aller Religionen: eine ekstatische Verbindung mit der Natur des Landes, mit der vulkanischen und bedrohlichen, mit der grünen und friedlichen, mit der nebligen und schneereichen, im Süden tropischen und im Norden eisigen Natur Japans.

‚So war der Shintoismus?’, fragte Theo zweifelnd. ‚Das heißt aber, dass er sich verändert hat.’

Ja, denn über den Shintoismus hatten sich Schichten andrer Religionen aus andren Ländern gelegt: der chinesische Konfuzianismus und der Buddhismus des Großen Fahrzeugs. Der Shintoismus war zwar nicht verschwunden, er hatte sehr wohl überlebt, aber er hatte sich den neuen Religionen angepasst. Aus dieser Mischung verschiedener Religionen entstand der Shinto-Buddhismus.“
(Catherine Clément: Theos Reise. Roman über die Religionen der Welt. 1997. ISBN 3-446-20342-7)

鳥居
Torii
Vogelsitz
祭り
Matsuri
Schreinfeste
Das auffälligste Zeichen von Shintō-Bauwerken sind Tore aus Holz oder Stein, die oft zinnoberrot lackiert sind, die so genannten Torii. Viele Volksfeste (Matsuri) sind mit lokalen Mythen verbunden. Ein typisches Element sind Schreinumzüge. Das Hauptheiligtum des betreffenden Schreins wird dabei in einemfröhlichen Festumzug durch das Stadtviertel getragen.

Kami
Gottheit
注連縄
Shimenawa
Götterseile
Die Gottheiten des Shintō werden allgemein als Kami bezeichnet. Kami ist die ursprünglich-japanische Lesung des Zeichens 神 von Shintō. Man unterscheidet Götter, die eine menschliche oder eine tierische Form haben. Zusätzlich gibt es Götter, die in der Natur vorkommen, wie heilige Bäume, Berge oder Höhlen. Auf diesem Bild wird die Süßkartoffel verehrt.
Seile aus geflochtenem Stroh, die entweder ein Objekt (Bäume oder Felsen) umgeben oder als dekoratives Element auf  Schreingebäuden angebracht sind.
Hier sind die Ehepaarfelsen dargestellt, die durch ein Seil miteinander verbunden sind.

 

Der Shintoismus wird oft als Volksglaube ohne eigentliche Theologie charakterisiert. Seine Lehren und Gebote sind volkstümlich. Andere Religionen kamen von außen und trafen auf den Shintoismus, ohne ihn je zu verdrängen.

Religionswissenschaftler vertreten die Auffassung, dass der Shintoismus erst in der Meiji-Zeit (明治時代 Meiji jidai, 1868 – 1912) durch die erzwungene Trennung vom Buddhismus (神仏分離 Shinbutsu Bunri) den Status einer eigenständigen Religion erlangte. Nun wurde die Verehrung des Tennō (天皇) als Oberpriester des Shintoismus zur staatsbürgerlichen Pflicht gemacht.

 

Shintoismus 神道, der Weg der Götter
Amaterasu 天照 - Ise-Schrein 伊勢神宮 - Izanagi und Izanami 伊邪那岐命 - 伊邪那美命 - Jimmu Tenno 神武天皇 - Kami 神 - Matsuri 祭り - Schrein 神社 - Susanoo スサノオ - Yasukuni-Schrein 靖国神社 - Tenno 天皇 - Torii 鳥居

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